Die LAIC Vermögensverwaltung, eine Tochterfirma des börsennotierten Asset Managers Laiqon, hat einen KI-gesteuerten Algorithmus entwickelt, der kundenindividuelle Wertpapierportfolios konstruiert. Zum Einsatz kommt dieser "LAIC Advisor" unter anderem bei der fondsgebundenen Vermögensverwaltung des Hauses. Damit taugt die Software als Praxisbeispiel dafür, was eine KI in diesem Bereich bereits zu leisten imstande ist.

FONDS professionell ONLINE und Laiqon haben sich deshalb zu einer (nicht bezahlten oder anderweitig honorierten) Zusammenarbeit entschlossen: Der LAIC Advisor steuert ein Depot für einen fiktiven Kunden mit langjährigem Anlagehorizont und mittlerer Risikoneigung. Diese Strategie, "Dynamic 60" genannt, kommt auch in echten Depots zum Einsatz. Die Redaktion dokumentiert seit dem Sommer 2024 monatlich, was im Beispielportfolio passiert – unabhängig davon, ob die jüngste Performance überzeugen konnte oder nicht.

"Stark übergewichten"
Seit der Auswertung für den September 2025 zeigen Laiqon und die Redaktion unter anderem auch, in welchen Hauptanlageklassen (Aktien, Anleihen, Gold, sonstige Rohstoffe) und Aktienregionen (Europa, USA, Asien, Schwellenländer) der LAIC Advisor auf Sicht von vier Wochen die größten Renditechancen wittert. Ende Dezember gab es nur für eine dieser Kategorien das Signal "Stark übergewichten", und zwar für Schwellenländeraktien (siehe die Grafiken in der Bilderstrecke oben).

Mit dieser Einschätzung ist die KI nicht alleine: Die Zahl der Marktbeobachter, die den Titeln aus den Emerging Markets nach der lange Zeit enttäuschenden Performance eine bessere Entwicklung zutrauen als ihren Pendants aus den Industriestaaten, wird immer größer. In den vergangenen Monaten gelang den Schwellenländeraktien tatsächlich erstmals seit Langem eine Outperformance. Geht es nach dem LAIC Advisor, dürfte diese Phase noch eine Zeit lang anhalten. (bm)


Nähere Erläuterungen zur Grundlage der Laiqon-KI, ihrer Arbeits- und Funktionsweise finden Sie hier im Beitrag zum Auftakt der Kooperation.