Private-Banking-Tochter der Sparda-Bank legt zu
Vor gut 20 Jahren wagte die Sparda-Bank West einen ungewöhnlichen Schritt – und lagerte das Geschäft mit vermögenderen Privatkunden in eine eigene Gesellschaft aus. Offensichtlich die richtige Entscheidung: Laureus Privat Finanz gelingt es, in einem umkämpften Markt neue Mandanten zu akquirieren.
Laureus Privat Finanz, eine Tochtergesellschaft der genossenschaftlichen Sparda-Bank West, blickt Firmenangaben zufolge auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. So konnte das Institut, das sich auf das Private-Banking-Segment spezialisiert hat, die Zahl seiner Kunden 2025 um 5,6 Prozent auf etwa 6.900 steigern. Das betreute Gesamtvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11,1 Prozent auf gut 1,8 Milliarden Euro.
Erfreulich habe sich auch das Versicherungsgeschäft entwickelt, so das Institut: Gemessen an den Jahresnettoprämien erreichten die Neuabschlüsse ein Volumen von rund 24 Millionen Euro, was gegenüber dem Vorjahr einem Zuwachs um 14,3 Prozent entspricht.
Neues Online-Banking
Im Oktober 2025 sei der Muttergesellschaft Sparda-Bank West mit dem Wechsel zum genossenschaftlichen IT-Dienstleister Atruvia "ein wichtiger Meilenstein gelungen", heißt es in der Pressemitteilung. Für die meisten Laureus-Kunden bedeute dieser Schritt "den Start in ein neues Online-Banking mit vielen neuen digitalen Services", so Vorstandsmitglied Martin Dietz.
Dies bedeute aber nicht, dass der Mensch-zu-Mensch-Kontakt künftig eine geringere Rolle bei der Beratung einnehmen wird. "Unsere jahrzehntelange Erfahrung bestätigt uns darin, dass unsere Kundinnen und Kunden gerade in Zeiten zunehmender Digitalisierung die persönliche Beratung sehr zu schätzen wissen", lässt sich Laureus-Vorstandsmitglied Anja Metzger in der Mitteilung zitieren.
Das Institut beschäftigt 25 Beraterinnen und Berater
Viele Kunden stünden vor komplexen Entscheidungen – sei es bei der Strukturierung ihres Vermögens, bei der persönlichen Absicherung und Vorsorge oder bei der Weitergabe an die nächste Generation, so Metzger. "Unser Anspruch ist es, sie dabei langfristig zu begleiten und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln." Es gebe also einen guten Grund dafür, dass die Bank die Zahl ihrer Beraterinnen und Berater im vergangenen Jahr auf 25 gesteigert habe.
"Bei der Laureus sind ausschließlich European Financial Advisor oder Certified Financial Planners in der Beratung beschäftigt", erläuterte Andreas Lösing, Vorstandschef der Sparda-Bank West, im vergangenen Jahr im Interview mit FONDS professionell. "Da stellen wir höhere Ansprüche als an die klassischen Bankkaufleute in der Filiale." (bm)















