Die auf Honorarberatung spezialisierte Quirin Bank hat das Geschäftsjahr 2018 erfolgreich abgeschlossen. Das Konzernergebnis beträgt 2,9 nach 3,1 Millionen Euro im Jahr 2017. Allerdings gingen in den Geschäftsbericht 2018 die Erträge der zum 1. Juli in eine eigenständige Gesellschaft ausgegliederten Robo-Tochter Quririon nur zur Hälfte ein, was nach Angaben des Instituts den Rückgang erklärt. Denn der Robo hat sich prächtig entwickelt.

2018 konnte Quirion laut der Pressemitteilung sein verwaltetes Vermögen auf 160 Millionen Euro steigern. Ende 2017 waren es noch 102 Millionen Euro gewesen. Damit hat sich Quirion offenbar als Nummer Vier der hiesigen Online-Vermögensverwalterszene nach Scalable, das mehr als eine Milliarde Euro verwaltet, Cominvest (400 Mio. Euro) und Liqid (rund 300 Mio. Euro) etabliert. Noch besser als die "Assets under Management" hat sich aber die Zahl der Kunden entwickelt: Hier gab es 2018 einen Anstieg von satten 110 Prozent auf 5.400. 

Allerdings ist das durchschnittliche Vermögen pro Kunde im Jahresvergleich von knapp 41.000 Euro auf rund 30.000 Euro gesunken. Ob das an den letztjährigen Kurseinbrüchen an den Märkten liegt oder ob neue Kunden nur kleinere Beträge investieren, geht aus dem Jahresbericht nicht hervor.

Über 200 Millionen Euro an neuen Kundengeldern
Im traditionellen Privatkundengeschäft lief es 2018 nach eigenen Angaben ebenfalls rund. Insgesamt konnten in den 13 Niederlassungen bundesweit 220 Millionen Euro an neuen Kundengeldern gewonnen werden. In den letzten beiden Geschäftsjahren wurde damit ein Nettowachstum der betreuten Kundengelder (Bestands- und Neukunden) in Höhe von insgesamt rund einer halben Milliarde Euro realisiert. Das im Privatkundengeschäft verwaltete Vermögen belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2018 auf nunmehr 3,1 Milliarden Euro. 

Die Bank hat 2018 nach eigenen Angaben wie angekündigt neue Berater eingestellt. Aus dem Jahresbericht geht aber nicht hervor, wie viele es waren. Allerdings ist die Belegschaft insgesamt geschrumpft. Neben dem Vorstand standen zum Jahresende 215 Personen in Lohn und Brot, zwölf Monate vorher waren es 217 gewesen.

2019: Weiteres Wachstum in anspruchsvollem Umfeld  
"Für das laufende Jahr gehen wir davon aus, dass alle Geschäftsbereiche trotz weiterer Wachstumsinvestitionen positive Deckungsbeiträge aus dem operativen Geschäft liefern werden", so Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank und von Quirion "Sofern es keine stärkeren oder anhaltenden Verwerfungen an den Kapitalmärkten gibt, erwarten wir auch für 2019 wieder ein positives Ergebnis nach Steuern von 2,9 bis 3,4 Millionen Euro." (jb)