Die spanische Großbank Santander wird ihren Kunden in Deutschland künftig einen von Vaamo entwickelten Robo-Berater anbieten. Das berichtete Oliver Vins, einer der Gründer des Frankfurter Fintechs, der "Süddeutschen Zeitung".

Für Vaamo ist das ein Riesenerfolg: Insgesamt hat Santander in Deutschland 6,1 Millionen Kunden. Viele von ihnen haben bei der Bank zwar nur einen Ratenkredit oder eine Autofinanzierung abgeschlossen, doch die schiere Zahl der Klienten verspricht für Vaamo ein großes Wachstumspotenzial.

"White Label"-Lösung
Vaamo wird Santander eine sogenannte "White Label"-Lösung liefern: "Auf dem Robo-Advisor steht zwar 'Santander' drauf und er wird auch komplett ins Online-Angebot der Bank integriert", schreibt die SZ. "In Wirklichkeit allerdings kommt der investierende Roboter von Vaamo. Selbst unter der Service-Hotline wird sich ein Vaamo-Mitarbeiter melden, allerdings wird er, wenn er die Anrufe entgegennimmt, nicht 'Vaamo' sagen, sondern 'Santander'."

Die SZ wertet das Geschäft zwischen Vaamo und Santander auch als Eingeständnis dafür, dass die Bank von morgen womöglich doch kein Fintech sein wird, sondern eine traditionelle Bank, die auf Fintech-Lösungen zurückgreift. Die Zeitung verweist auf den bislang eher überschaubaren Erfolg der Anlage-Roboter. "Kunden zu gewinnen und Vertrauen aufzubauen ist schwierig", räumt Vins ein. (bm)