Der Robo-Berater Ginmon hat seine Online-Fondsverwaltung zur Jahresmitte auch Banken und anderen Finanzdienstleistern zugänglich gemacht. "Auf diese Weise können diese ohne hohen vollumfängliche digitale Vermögensverwaltung anbieten, die durch Ginmon als lizenziertes Finanzdienstleistungsinstitut abgewickelt wird", teilte Ginmon-Gründer und -Vorstandschef Lars Reiner FONDS professionell ONLINE auf Anfrage mitteilte. Der Vorteil für potenzielle Partner sei, dass sie sich damit auf ihre Kernkompetenzen fokussieren könnten, insbesondere die Beziehung mit ihren Kunden, so Reiner weiter.

Der Anlass für die Erweiterung des Geschäftsfeldes auf professionelle Kunden sind deren Anfragen gewesen. Das sagt der Ginmon-Chef, dessen Unternehmen im Gegensatz zu Mitbewerbern nur über die Zulassung gemäß Paragraf 34f Gewerbeordnung und nicht die große Lizenz entsprechend Paragraf 32 Kreditwesengesetz verfügt, dem Branchendienst Citywire Deutschland. Eine strategische Erweiterung des Geschäftsangebotes sei daher der nächste logische Schritt gewesen. Damit tritt Ginmon in die Fußstapfen von Mitbewerber Vaamo, der schon seit einiger Zeit mit Banken, aber auch mit freien Finanzvermittlern zusammenarbeitet.

Ginmon übernimmt vollständige Abwicklung im Hintergrund
Für Anbindungen hat das Frankfurter Fintech eine eigene IT-Schnittstelle entwickelt. Diese könne der Kunde in sein bestehendes System integrieren, so Reiner gegenüber dem Branchendienst. Bei einer solchen Kooperation übernehme sein Unternehmen dann sämtliche Back-Office-Verantwortlichkeiten, wie die Produktentwicklung und das Portfoliomanagement.

"Wir gehen davon aus, dass zu Beginn des nächsten Jahres die erste Anwendung live gehen wird. Mit weiteren Kooperationspartnern stehen wir in den finalen Zügen des Vertragsabschlusses", so Reiner gegenüber Citywire. (jb)