Der Online-Vermögensverwalter Liqid möchte Privatkunden Zugang zu professionellen Immobilienbeteiligungen geben, wie sie sonst nur Hochvermögenden und institutionellen Investoren zur Verfügung stehen. Mit "Liqid Real Estate" erweitert der Robo, der mit einem geschätzten Anlagevolumen von mindestens 300 Millionen Euro zu den vier größten in Deutschland zählt, daher sein Angebot um unternehmerische Immobilienbeteiligungen – im Fachjagon Private Equity Real Estate genannt. Allerdings auch erst ab einer Summe von 200.000 Euro – dafür winkt laut Pressemitteilung eine angepeilte Zielrendite zwischen vier und sieben Prozent.

"Immobilienanlagen haben in den vergangenen Jahren attraktive Renditen erzielt. Doch für Anleger, die keine Millionen investieren können, gab es bislang nur wenige vernünftige Alternativen", erklärt Christian Schneider-Sickert, Gründer und Vorstandschef von Liqid. "Mit Einzelimmobilien sind Anleger unzureichend diversifiziert, bei Publikumsfonds sind die Kosten meist unvertretbar hoch. Mit Liqid Real Estate möchten wir das ändern." Hierfür hat der digitale Vermögensverwalter zusammen mit dem langjährigen Partner, dem Multi-Family-Office HQ Trust, ein Investmentkonzept entwickelt, das auf der langjährigen Expertise und dem internationalen Zugang von HQ Trust im Immobilienmarkt basiert.

Systematische Diversifikation
So soll es gehen: Das neue Angebot investiert in ein Portfolio von ausgewählte Zielfonds, die mit Mindestanlagen von meist 5 bis 20 Millionen Euro nur institutionellen Anlegern offen stehen. Um Risiken für Anleger möglichst gering zu halten, setzt Liqid nach eigenen Angaben  auf eine systematische Streuung: Das Produkt investiert regional diversifiziert in Europa mit Schwerpunkt Deutschland, gefolgt von den USA und Asien.

Zudem fließen unterschiedliche Investment-Strategien in das Portfolio ein. "Gemeinsam haben sie einen unternehmerischen Ansatz, der eine Optimierung der erworbenen Immobilien in den Vordergrund stellt. Den Kern bilden Value-Add-Fonds, die Objekte mit hohem Leerstand sowohl ausstattungstechnisch als auch energetisch sanieren. Daneben ergänzen Core-Plus-Fonds das Portfolio, die Objekte in guten Lagen mit leichtem bis mittleren Leerstand, kurzen Mietlaufzeiten und geringem Restaurierungsaufwand erwerben", heißt es in der Pressemitteilung.

Vergleichsweise niedrige Gebühren
Mit Liqud Real Estate investieren die Kunden des Robs parallel zu den Kunden von HQ Trust – und das zu vergleichsweise günstigen Konditionen: Die durchschnittliche Verwaltungsgebühr beträgt 0,72 Prozent, die branchenübliche Weichkosten seien auf 0,20 Prozent gedrückt worden. Die Laufzeit des Produktes beträgt insgesamt zehn Jahre. (jb)