Schiffsfonds: Gericht weist Anleger in die Schranken
Das Landgericht Düsseldorf hat in einer kritischen Auseinandersetzung mit einem Schiffsfondszeichner gegen den Kläger entschieden. Er ging gegen den Berater und die Gründungskommanditistin des Fonds vor. Die vom Kläger geltend gemachten Prospektfehler hat die 10. Zivilkammer nicht feststellen können, weshalb die Klage gegen die Gründungskommanditistin ins Leere lief. Der Anleger war bereits vor der Zeichnung des Fonds, auf den er sich bezog, 15 Beteiligungen inklusive Schiffs- und Medienfonds eingegangen. Bei dem streitgegenständlichen Investment sei er nicht anleger- und anlagegerecht beraten worden, behauptete der Kläger. Das Gericht stellte fest, dass die Beraterin hier als Vermittlerin tätig war und keine Pflichten verletzt hat. Außerdem entschied es, dass der Anleger aufgrund seiner bisherigen Investments über Vor-Erfahrungen verfüge, die hier zu berücksichtigen seien: "Dass die Beteiligung an der Fondsgesellschaft seinen Anlagezielen und seinen für die Anlageberaterin erkennbaren wirtschaftlichen Verhältnissen nicht entsprach, lässt sich vor dem Hintergrund der von dem Kläger seit dem Jahr 1996 erworbenen Vielzahl geschlossener Beteiligungen, überwiegend Schiffsfonds, nicht feststellen", heißt es in dem Urteil. Die Beraterin sei nicht zu einer besonderen Ermittlung der Anlageziele verpflichtet gewesen, weil der Anleger vor dem Erstkontakt mehr als zehn Schiffsfonds gezeichnet hatte. "Er macht auch nicht geltend, hinsichtlich sämtlicher zuvor erworbener Schiffsbeteiligungen davon ausgegangen zu sein, dass diese bereits ihrer Struktur nach keinerlei Kapitalverlustrisiken aufgewiesen hätten", heißt es in dem Urteil (Az. 10 O 239/15).


Immobilien: Publity legt zu
Die Publity AG berichtet von einem neuen Auftrag zur Verwertung eines Portfolios notleidender Kredite. Das Volumen der Kreditforderungen beträgt 831 Millionen Euro, Auftraggeber soll ein "internationaler Investor" sein. Mit diesem Mandat ist das Volumen des Kreditportfolios, das Publity betreut, nach Unternehmensangaben auf 3,2 Milliarden Euro angewachsen.


Immobilien: Paribus zieht Fitnessstudio an Land
Der Fondsmanager Paribus hat für seinen "Renditefonds XI" einen 20-jährigen Mietvertrag mit dem Betreiber der "Evo"-Fitnesskette geschlossen. Im Sommer 2017 soll das Studio in der Immobilie am Goßler Park im Hamburger Stadtteil Blankenese eröffnen. "Die neuvermietete Fläche macht rund 13 Prozent der gesamten Immobilie aus, die eine Mietfläche von 4.841 Quadratmetern umfasst. Damit ist das gemischt genutzte Objekt zu 85 Prozent vermietet", teilte Paribus mit. Das Gebäude ist eines von zwei Objekten des Immobilienfonds, der in den Jahren 2009 und 2010 platziert wurde.


Energie: Neue Anlagen für Kraftwerkspark
Die Green City Energy AG baut ihren ersten Windpark im Saarland. In der Gemeinde Schmelz (Kreis Saarlouis) werden auf dem Gischberg zwei Windenergieanlagen mit einer technischen Nennleistung von 3,2 Megawatt. "Die Fundamente und die Zuwegung des Windparks Gischberg sind bereits fertiggestellt, und auch die Montage der Betonturmteile ist abgeschlossen", teilte das Unternehmen mit. Der Windpark soll Ende März in Betrieb gehen. Die Finanzierung erfolgt über die festverzinsliche Anleihe "Kraftwerkspark III", die sich zurzeit im Vertrieb befindet.


Zweitmarkt: Asuco reüssiert mit Anleiheprodukt
Das Emissionshaus Asuco hat für seine 2016 lancierten Namensschuldverschreibungen "Zweitmarkt Zins" 37 Millionen Euro Eigenkapital platziert. Bislang wurden für diese Vermögensanlage 206 Zielfonds von 45 Anbietern mit 360 verschiedenen Immobilien in Deutschland und Anschaffungskosten von rund 24 Millionen Euro erworben. 2016 hat Asuco nach eigenen Angaben insgesamt 960 Transaktionen zu Anschaffungskosten von 33,3 Millionen Euro abgewickelt. 60 Prozent der 2016 erworbenen Zweitmarktanteile wurden durch direkten Kontakt zum Verkäufer realisiert, 28 Prozent über Geschäftspartner, und nur rund 12 Prozent der Investitionen kamen über Handelsplattformen zustande.


Geschlossene Fonds: Verdopplung
Der Fondsmanager Lloyd meldet für das Geschäftsjahr 2016 einen 3,2 Millionen Euro hohen Konzerngewinn. Nach den vorläufigen Zahlen hat sich der Reinerlös im Vergleich zu 2015 verdoppelt. 2014 betrug der Gewinn "nur" 0,8 Millionen Euro. Die Summe aus Umsatzerlösen und Finanzergebnis ist nach Unternehmensangaben von 12,6 Millionen Euro auf 11,9 Millionen Euro gesunken.


Geschlossene Fonds: Milliardendeals
Die KGAL Gruppe hat im Geschäftsjahr 2016 fast 930 Millionen Euro an institutionellem Kapital eingeworben. "Zu dem äußerst erfolgreichen Ergebnis hat maßgeblich der Immobilienbereich beigetragen", teilte das Unternehmen mit. Das Transaktionsvolumen belief sich über alle Assetklassen (Real Estate, Infrastructure, Aviation) auf drei Milliarden Euro. Davon entfallen allein fast 2,1 Milliarden Euro auf den Immobiliensektor. Im Privatkundengeschäft hat KGAL kein neues Eigenkapital eingeworben.


Schifffahrt: Notleidende Marenave zieht Investoren ans Land
Der Hamburger Reeder Claus Peter Offen und die DEVK Allgemeine Versicherung haben in die börsennotierte Schiffsgesellschaft Marenave investiert. "Die Vereinbarung sieht im Wesentlichen vor, dass sich die Investoren zu einer anfänglichen Mindestfinanzierung und Beteiligung an der Gesellschaft im Wege von Kapitalmaßnahmen in Höhe von insgesamt zwei Millionen Euro und zu Verhandlungen über eine weitere Finanzierung und Beteiligung – je nach weiterem Projektverlauf – in der Größenordnung von 14 Millionen Euro verpflichten", teilte die Gesellschaft mit. Im vergangenen Januar ist die Ernst Russ AG (früher HCI Capital) bei Marenave eingestiegen. Marenave befindet sich seit langem in einem Sanierungsprozess. Die involvierten Banken haben Ende Januar zugesagt, hinsichtlich der aushaftenden Schiffskredite bis Ende Februar stillzuhalten. Die Marenave-Flotte besteht aus sechs Tankern, zwei Containerschiffen, einem Flugzeugtransporter und vier Massengutschiffen (Bulker).


Bildung: Anleihe platziert
Der Studienfonds der Deutsche Bildung AG hat seine zweite Anleihe, die im Juni 2016 aufgelegt wurde, ausplatziert. Das Emissionsvolumen betrug zehn Millionen Euro. "Die Emissionserlöse fließen vollständig in die Förderung talentierter Studenten aller Fachrichtungen an staatlich anerkannten Hochschulen", teilte das Unternehmen mit. Seit Emissionsstart der Anleihe habe der Studienfonds über 400 Studenten unterstützt, die Zahl der geförderten Studenten liege bei etwa 2.500.


Crowdinvesting: Eine Million für eine Kita
Die Plattform reacapital.de schließt das Fundraising für das Projekt "Kita Bramfeld, Hamburg", das vorigen September auf den Markt kam. Die Investoren haben 1,15 Millionen Euro in Form von Nachrangdarlehen zugesagt. Die Laufzeit endet am 15. Mai 2018. Die Darlehen sollen mit 6,5 Prozent pro Jahr verzinst werden. Reacapital.de ist die Plattform des Immobilienunternehmens Reafina AG.


Crowdinvesting: Erste Auszahlung
Die Investoren des ersten Ifunded-Projekts "Central Berlin", das 2016 platziert wurde, erhalten die erste Zinszahlung. Die Nachrangdarlehen werden mit jährlich fünf Prozent verzinst, wobei die Zinszahlungen halbjährlich erfolgen. Die Laufzeit des Investments beträgt 18 Monate. Ifunded hat etwas mehr als eine Million Euro für das Projekt am Strausberger Platz in Berlin eingeworben.


Crowdinvesing: Stundenrekord
Die Plattform Exporo hat für das Immobilienprojekt "Georgsmarienhütte" nach eigenen Angaben in nur fünf Stunden 1,68 Millionen Euro eingeworben. Die Laufzeit der Nachrangdarlehen, für die den Anlegern sechs Prozent Zinsen pro zugesagt wurden, beträgt 18 Monate. Im Zuge des Projekts wird eine neue Seniorenresidenz mit 120 Pflegeeinrichtungen in Osnabrück gebaut. (ae)