Malte Hartwiegs EGI-Anlegern droht Desaster
Die Investments der von Malte Hartwieg gegründeten Euro Grundinvest Gruppe (EGI) scheinen sich für die Anleger zu einem Albtraum zu entwickeln. Berichten zufolge fanden vorige Woche diverse Gesellschafterversammlungen der Beteiligungsgesellschaften statt. Dabei soll Geschäftsführer Sven Donhuysen den Investoren offenbart haben, dass sie mit hohen Verlusten rechnen müssen. Laut "Handelsblatt" droht den Investoren im "EGI Fonds 15" ein Verlust von 90 Prozent ihrer Einlagen. Donhuysen berichtete den Anlegern dieses Fonds im November vorigen Jahres von einer prekären Situation ihres Fonds. Er forderte wie berichtet die Gesellschafter zur Rückzahlung der Fondsauszahlungen auf, um eine Insolvenz des Fonds zu vermeiden.


Immobilien: Langfristige Verlängerung
Die Geschäftsführung des Immobilienfonds "HFS Deutschland 16" hat mit der Hauptverwaltung von Galeria Kaufhof in Köln den bestehenden Mietvertrag um 12,5 Jahre bis Ende 2028 verlängert. Es geht um eine Mietfläche von 38.000 Quadratmetern, die "nunmehr umfangreich in moderne Großraumbüros umgewandelt" werden sollen. An den Modernisierungskosten beteiligt sich der Mieter laut Fondsmanager Wealthcap mit einem Drittel. Dem 2002 aufgelegten Fonds gehören fünf Immobilien in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern.


Anbieter: Umfirmierung der HCI abgeschlossen
Die HCI Capital AG ist Geschichte. Sie wurde mit der soeben erfolgten Eintragung im Handelsregister endgültig in die Ernst Russ AG umgewandelt. In seiner heutigen Form ist der Konzern durch Zusammenschluss der HCI Capital AG mit der König & Cie. Gruppe und der Ernst Russ GmbH & Co. KG entstanden.


Immobilien: Blindpool wird abgebaut
Der neue Immobilienfonds "Metropolen 16" der Project Gruppe hat nach Unternehmensangaben seine ersten Investitionen getätigt. Beteiligungsziele sind die Wohnbauprojekte in der Hugo-Cassirer-Straße in Berlin sowie die Thomas-Mann-Straße in Hamburg. Das erwartete Gesamtverkaufsvolumen der Wohnungen beträgt laut Project 38 Millionen Euro. Die Projekte wurden von anderen Project-Fonds angekauft und befinden sich in der Umsetzung.


Immobilien: MPC schlägt wieder in Berlin zu
MPC Capital hat für den institutionellen Spezialfonds "MPC Student Housing Venture I" ein altes Bürogebäude in der Leibnizstraße in Berlin-Charlottenburg erworben. Es soll ab Herbst in Mikro-Apartments umgebaut werden, die unter dem Label "Staytoo" vermarktet werden. Dieses Projekt ist das zweite in Berlin und das sechste dieses Fonds.


Immobilien: Versicherungen investieren kräftig
Die deutschen Versicherungen haben im vorigen Jahr 2,5 Milliarden Euro in Immobilien investiert. Das geht aus der Branchenstatistik des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Das Kapitalanlagevermögen der Versicherungen stieg 2015 um vier Prozent auf 1,5 Billionen Euro. Davon waren 3,3 Prozent beziehungsweise rund 50 Milliarden Euro in Immobilien investiert. Weitere 56 Milliarden Euro steckten in Hypothekendarlehen für private Haushalte.


Immobilien: Wohnbaudarlehen könnten noch günstiger werden
Die Baufinanzierungs-Experten der Deutschen Bank glauben, dass die Bauzinsen in Europa weiter fallen könnten, obwohl sie sich bereits auf einem historisch niedrigen Niveau befinden. Im Mai 2016 betrugen die Zinsen für Wohnbaudarlehen mit fünf- bis zehnjähriger Zinsbindung durchschnittlich nur 1,6 Prozent. "Angesichts der extrem lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und der mittlerweile negativen Renditen bei Bundesanleihen ist in den kommenden Monaten sogar mit leicht fallenden Zinsen zu rechnen", erklärte Christoph Zschaetzsch, Leiter Baufinanzierung der Deutschen Bank.


Immobilien: Wohnraummangel verschärft sich
In Deutschland bleibt der Wohnungsengpass ein Problem, weil  die Zahl der neu gebauten Wohnungen 2015 nahezu stagnierte. "Den rund 250.000 fertiggestellten Wohnungen steht eine geschätzte Nachfrage von 400.000 oder gar 500.000 Wohnungen gegenüber", berichtet der Immobilien-Analyst Jochen Möbert von der Deutschen Bank. Derzeit fehlen mehr als eine halbe Million Wohnungen. Obwohl in diesem Jahr mehr Wohnungen auf den Markt kommen sollen, rechnet die Deutsche Bank mit einer Verschärfung des Engpasses. Deshalb könnten die Wohnungen 2016 in deutschen Metropolen durchschnittlich um 7,5 Prozent teurer werden.


Crowdinvesting: Erste Immobilie bei Mikroinvest
Die Plattform Deutsche Mikroinvest hat mit der Platzierung des Crowdinvesting-Projekts "Gut Hammer" begonnen. Auf einem 3,8 Hektar großen Grundstück nordöstlich von Oranienburg (Brandenburg) werden in sechs Bestandshäusern zwölf Doppelzimmer zur Vermietung und ein Restaurant mit Biergarten, ein Fußballplatz und ein Weinkeller errichtet. Die Bauphase der Erholungsanlage "Gut Hammer" steht nach Unternehmensangaben vor der Fertigstellung. Zielgruppen sind Familien, "Best Agers" und körperlich benachteiligte Menschen, die Erholung von der Großstadt suchen. Ein Teil des Projekts wurde bereits durch Fördermittel der ILB Investitionsbank des Landes Brandenburg in Höhe von 435.200 Euro finanziert. Nun will der Projektentwickler von der Crowd Nachrangdarlehen im Gesamtumfang von 650.000 Euro aufnehmen. Das Darlehen ist unbefristet und mit einer Mindestlaufzeit von fünf Jahren versehen. Es soll  mit acht Prozent verzinst werden. Der Erholungspark "Gut Hammer" ist das erste Immobilienprojekt, das die Crowdinvesting-Plattform anbietet.


Schiffe: Insolvenzen bei Hansa Treuhand
Das Amtsgericht Lüneburg hat für drei Containerschiffe aus der Flotte von Hansa Treuhand vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet, berichtet der Branchendienst shippress.de. Betroffen sind die drei 2.672-TEU-Frachter MS "Bella", MS "Bonny" und MS "Bravo". Für die Gesellschaften waren bereits in den Jahren 2009 und 2010 Sanierungen notwendig geworden.


Schifffahrt: Hanjin kämpft ums Überleben
Die angeschlagene Reederei Hanjin Shipping hat noch keinen Durchbruch bei der Reduzierung der Leasingraten für die fremden Schiffe erzielt. Berichten zufolge verhandelt Hanjin mit 22 Schiffseignern über einen Nachlass von bis zu 30 Prozent. Mit den Banken – unter anderem HSH und Commerzbank – befindet sich die Reederei in Restrukturierungsverhandlungen. Im ersten Quartal 2016 fuhr die Reederei bei 1,3 Milliarden US-Dollar Umsatz einen Konzernverlust in Höhe von 221 Millionen US-Dollar ein.


Container: Rotterdam etwas schwächer
Der Containerumschlag im Hafen von Rotterdam ist im Halbjahresvergleich zurückgegangen. In den ersten sechs Monaten 2016 wurden 6,2 Millionen TEU bewegt – 2,3 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2015. Das Ladungsvolumen (In- und Ausfuhr) ging insgesamt um drei Prozent zurück. Das liegt vor allem an starken Rückgängen beim transportierten Getreide, Eisenerz und Gas. Die europaweit führenden Häfen Rotterdam, Antwerpen und Hamburg befinden sich in einem intensiven Wettbewerb und kämpfen um Marktanteile. (ae)