Die Santander Consumer Bank will bundesweit 52 Filialen schließen und im Zuge der Schließungen rund 150 Arbeitsplätze abbauen. Einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung bestätigte das Institut.

Mehr als jede vierte Filiale verschwindet
Mit den Maßnahmen würde mehr als jede vierte Filiale in Deutschland entfallen. Genannt werden unter anderem Filialen in Aalen, Brandenburg, Celle, Flensburg, Greifswald, Kempten, Leverkusen und Tübingen. Eine endgültige Entscheidung sei aber noch nicht getroffen, heißt es aus dem Unternehmen. "Bild" berichtet zudem von internen Informationen, die darauf hindeuten, dass bis zu 170 Arbeitsplätze betroffen sein könnten.

Es ist nicht das erste Sparprogramm bei Santander: Bereits 2024 und 2025 hatte Santander insgesamt rund 500 Vollzeitstellen in Deutschland gestrichen. Schon 2017 hatte die Bank rund 100 Standorte dicht gemacht und etwa 1.100 Stellen abgebaut.  

Eine Sprecherin begründete den Umbau "Bild" gegenüber mit dem Branchenwandel. Wie andere Filialbanken hat auch Santander mit der Abwanderung von Kunden zu reinen Online-Banken zu kämpfen. "Santander Deutschland optimiert derzeit sein Filialnetz", so die Sprecherin.

Kürzungen nach Milliardengewinn
Die Bankengruppe ist mit weltweit knapp 200.000 Mitarbeitern eines der größten Finanzinstitute Europas. In Deutschland beschäftigt die Gesellschaft aktuell nach eigenen Angaben 3.900 Mitarbeiter.

Erst vergangene Woche hatte Santander-Chefin Ana Botín für 2025 einen Rekordgewinn von 14,1 Milliarden Euro bekannt gegeben. Bis 2028 will die Santander-Gruppe den Gewinn auf 20 Milliarden Euro steigern. Die Aktie der Bank legte in den vergangenen zwölf Monaten um 64 Prozent zu. (jh)