Santander wird zur Digitalbank – mit Filialen
Die Santander Consumer Bank in Deutschland ist Geschichte. Sie ist nun Teil der neuen Onlinebank "Openbank by Santander" – die aber auch ein Filialnetz betreibt.
Die spanische Banco Santander treibt den vor knapp einem Jahr angekündigten Zusammenschluss ihrer Digitaltochter Openbank mit dem Privatkundengeschäft der Santander Consumer Bank in Deutschland voran. Die neue Einheit, die künftig als "Openbank by Santander" firmiert, ist eine Digitalbank – allerdings mit Filialen. In denen bieten Mitarbeiter persönliche Beratung vor Ort, vor allem zu den Bereichen Fahrzeugfinanzierung und Konsumentenkredite. Das teilt der Bankriese mit.
Die Openbank und die Santander Consumer Bank sind Teil des globalen Geschäftsbereichs Digital Consumer Bank (DCB) von Santander. Deren Zusammenführung ist Teil einer 2023 beschlossenen Konzernstrategie, mit der die Bank ihr Geschäft vereinfachen und das Produktangebot erweitern möchte. Das übergeordnete Ziel ist, Kosten zu senken und so den eigenen Wert zu steigern.
"Digitalität und persönliche Nähe"
"Mit Openbank by Santander richten wir uns konsequent an den Kundenbedürfnissen auf dem deutschen Markt aus. Digitalität und persönliche Nähe sind aus unserer Sicht der Schlüssel. Openbank by Santander steht für die digitale Ausrichtung unserer Bank. Gleichzeitig profitieren wir von der Stabilität der Santander-Gruppe, Europas größter Bank. Wir verbinden Digitalität mit Präsenz vor Ort und kombinieren damit das Beste aus beiden Welten", lässt sich Petri Nikkilä, Vorstandsvorsitzender der Openbank Deutschland zitieren.
Santander beginnt nun mit der schrittweisen Umstellung der Marke in Deutschland. Die Website der Bank ist nun unter openbank.de erreichbar. In den kommenden Monaten werden zudem alle Filialen und weiteren "Kundenkontaktpunkte" schrittweise auf das Logo und den Markenauftritt von Openbank by Santander umgestellt. Zudem wirbt sie mit einem Zinsangebot um neue Kunden: vier Prozent Aktionszins aufs Tagesgeld für vier Monate bis zu Einlagen von 100.000 Euro. Danach gilt der variable Basiszins von zwei Prozent. (jb)













