Santander schickt ihre in Spanien bereits bestens etablierte Online- und Smartphonebank "Openbank" demnächst auch in Deutschland ins Rennen. Das Institut hat kürzlich eine Internetseite in deutscher Sprache live gestellt – offenbar eine schlichte Übersetzung ihres Auftrittes auf dem Heimatmarkt. Darauf hat das Branchenportal "Finanzszene.de" aufmerksam gemacht, das die betreffende Webseite zufällig entdeckte.

Neben Girokonto und Funktionen wie "Apple Pay" hat die Bank auch einen Robo-Berater im Gepäck. Hinter diesem steckt Scalable Capital. Bereits im vergangenen September war bekannt geworden, dass der deutsche Branchenprimus den Spaniern im Hintergrund das technische Rüstzeug der Online-Vermögensverwaltung zuliefert, während der Fondsriese Blackrock die strategische Asset Allocation für die Openbank-Portfolios verantwortet.  

Nachfolger für "Sina"
"Finanzszene.de" hat sich zudemg Gedanken über mögliche Beweggründe von Openbank gemacht, in einem klassich "overbanked" genannten Markt wie Deutschland einen Versuch zu starten, der gleich noch einen Zahlungsdienstabwickler und einenRobo miteinschließt. Das Portal weist darauf hin, dass die in Mönchengladbach ansässige "Santander Consumer Bank" mit ihren mehr als sechs Millionen Kunden derzeit eigentlich auf Sparkurs unterwegs ist und schrumpft. Hierzu passt, dass deren Robo "Sina" im vergangenen Oktober abgeschaltet worden war (FONDS professionell ONLINE berichtete). 

"Vielleicht ist der Schmalspur-Start der Openbank auch in diesem Kontext zu sehen: Man versucht halt mal was Neues, um nicht immer nur zu sparen – aber halt ohne spektakuläre Investitionen", so Finanzszene.de. Ein neuer Robo wird auf jeden Fall ohne große zusätzliche Kosten angeboten. (jb)