Die Signal Iduna Versicherungsgruppe gründet einen neuen Lebensversicherer, der nachhaltig investieren und auch bei der eigenen Unternehmensführung ESG-Kriterien beachten wird. Ziel ist laut einer Pressemitteilung, "beim Thema Nachhaltigkeit eine führende Rolle einzunehmen und ein klimaneutrales Unternehmen zu werden". Die Tochter "Signal Iduna Lebensversicherung AG" soll Anfang 2022 starten, das Neugeschäft im Lebensbereich wird dann exklusiv über sie laufen. Die "alte" Signal Iduna Lebensversicherung a.G. bleibt aber bestehen, Leistungszusagen werden in vollem Umfang erfüllt. Das Neugeschäft soll aber "nahezu vollständig" über die neue Gesellschaft laufen.

In dem Rahmen wird der Versicherer nach eigenen Angaben ein vollständig neues Sicherungsvermögen aufbauen, das gemäß der "Prinzipien der Vereinten Nationen für verantwortliches Investieren" anlegen und ESG-Kriterien berücksichtigen wird. Der Schritt ist bemerkenswert: Lebensversicherer versuchen zumeist ihre bestehenden Kapitalanlagen nach und nach umzuschichten, weil die niedrigen Zinsen es sehr schwer machen, ein neues, hinreichend sicheres Portfolio zusammenzustellen, das auch noch eine ausreichende Rendite erwirtschaftet (FONDS professionell ONLINE berichtete ausführlich).

Grüne "Siggi"
Eine ESG-Fondspolice hat der Versicherer auch schon im Sortiment: Die Signal Iduna Global Garant Invest – kurz "Siggi" wird zum 1. Januar 2022 in überarbeiteter, nachhaltiger Form angeboten. Neben ESG-Fonds wird dann auch das Sicherungsvermögen, in das der für die Garantie nötige Anteil der Prämien fließt, nachhaltig sein. (jb)


Ein ausführliches Interview mit Torsten Uhlig, in dem sich der Vertriebsvorstand der Signal Iduna auch zum Lebensgeschäft des Versicherers äußert, finden Sie in Ausgabe 4/2021 von FONDS professionell. Angemeldete KLUB-Mitglieder können den Beitrag auch hier im E-Magazin nachlesen.