So viele Genossenschaftsbanken und Sparkassen verschwanden 2025
Im Jahr 2025 sind bislang durch Fusionen 34 Genossenschaftsbanken und Sparkassen verschwunden. Damit sank die Zahl der in Deutschland aktiven Regionalbanken erstmals unter eine wichtige Schwelle, wie das "Handelsblatt" berichtet.
Die Zahl der Genossenschaftsbanken und der Sparkassen ist 2025 erstmals unter die Marke von 1.000 Instituten gefallen. Das berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Analyse der auf Finanzdienstleister spezialisierten Beratungsfirma Zeb, die der Zeitung vorliegt. Demnach ging die Zahl der Genossenschaftsbanken im Zuge von Fusionen um 27 auf 645 zurück, die Zahl der Sparkassen sank um sieben auf 342.
Laut "Handelsblatt" gab es bei den Volks- und Raiffeisenbanken bis Ende November 23 Fusionen, darunter zwei Zusammenschlüsse von drei Geldhäusern sowie eine Verschmelzung von vier Banken. Im Jahr 2024 war die Zahl der Genossenschaftsbanken auf diese Weise um 25 gefallen, in den beiden Vorjahren hatte der Rückgang sogar 40 sowie 35 betragen.
Sieben Sparkassen weniger
Auch im Sparkassenlager gab es 2025 Zusammenschlüsse. Insgesamt zählte Zeb hier bislang sechs Fusionen, davon einen Zusammenschluss von drei Sparkassen, sodass die Zahl um sieben sank. Inklusive der Berliner Sparkasse existieren damit noch 342 Institute.
Größte Treiber für die Zusammenschlüsse bei den Genossenschaftsbanken, zu denen neben den Volks- und Raiffeisenbanken auch die Sparda-Banken, die PSD Banken sowie einige Spezialinstitute zählen, seien die demografische Entwicklung in Verbindung mit Fachkräftemangel sowie regulatorische Anforderungen, sagte Zeb-Partner Ralph zur Brügge dem "Handelsblatt": "Beide Aspekte sind eng miteinander verknüpft."
Viele Banker gehen bald in den Ruhestand
Zur Brügge verweist gegenüber der Zeitung weiter darauf, dass ein erheblicher Teil der Beschäftigten in den kommenden Jahren in den Ruhestand geht. Laut dem Branchenverband BVR werden bis 2032 rund 25 Prozent der heutigen Beschäftigten – und damit 30.000 Angestellte – die gesetzliche Regelaltersgrenze erreichen und aus dem Berufsleben ausscheiden.
Die zuletzt relativ geringe Zahl an Fusionen unter den Genossenschaftsbanken sei in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Banken relativ gut verdienen, schreibt das "Handelsblatt" weiter. Die Institute fuhren 2023 einen Rekordgewinn ein und knüpften 2024 daran an. Die Gewinne dürften den Erwartungen von Experten zufolge nun aber eher wieder etwas nachgeben. (jb)














