Die französische Fondsgesellschaft Amundi hat im abgelaufenen Jahr frisches Geld von Anlegern angezogen. Der Anbieter meldet für 2019 ein Nettomittelaufkommen von 107,7 Milliarden Euro – den höchsten Zufluss seit der Gründung. Zum Vergleich: Deutschlands gesamte Asset-Management-Branche sammelte 2019 mit offenen Fonds 120,2 Milliarden Euro ein (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Ein erheblicher Teil des neuen Amundi-Geldes entfällt auf zwei neue institutionelle Mandate eines Joint Ventures in Indien. Das verwaltete Vermögen des Pariser Asset Managers kletterte damit auf 1,65 Billionen Euro.


In der Bilderstrecke oben hat FONDS professionell ONLINE wichtige Amundi-Geschäftszahlen grafisch aufbereitet – einfach weiterklicken!


Zudem steigerte das Haus den Gewinn um mehr als zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 959 Millionen Euro. "Die exzellenten Ergebnisse wurden durch ein reges Geschäft sowie durch die verbesserte Effizienz getrieben", kommentiert Amundi-Vorstandschef Yves Perrier die Jahreszahlen.

Kooperationen in China und Spanien
Zudem kündigte er an, eine Partnerschaft mit der Bank of China knüpfen zu wollen. Zusammen wolle man ein Gemeinschaftsunternehmen in der Volksrepublik gründen. Zahlreiche westliche Asset Manager wollen in den wachsenden chinesischen Absatzmarkt vordringen. Die Regierung hatte den Zugang zu dem einst geschlossenen Markt schrittweise geöffnet. Amundi unterhält bereits ein Joint Venture mit der Agricultural Bank of China.

Anfang des Jahres hatten die Franzosen zudem eine Partnerschaft mit der spanischen Bank Sabadell geschlossen. Amundi will zudem für 430 Millionen Euro die Asset-Management-Einheit des Instituts übernehmen. Von der Vertriebskooperation mit den Spaniern, die für einen Zeitraum von zehn Jahre geschlossen wurde, erhofft sich Perrier weitere Mittelzuflüsse. (ert)