Die Stadtsparkasse Düsseldorf geht mit aller Härte gegen Kunden vor, die hohe Einlagen auf Giro- und Tagesgeldkonten bunkern und das auch so beibehalten wollen. Wer sich bislang nicht mit den angekündigten Negativzinsen von minus 0,5 Prozent einverstanden erklärt hat, muss mit einer Kündigung rechnen. Gleiches gilt für Kunden, die ihr Guthaben nicht wie gefordert reduzieren, berichtet die "Westdeutsche Zeitung". 

Bereits im vergangenen Jahr schickte die Stadtsparkasse "blaue Briefe" an 1.825 Kunden, die mehr als 250.000 Euro auf Giro- und Tagesgeldkonten parken und stellte sie vor die Wahl: Entweder sie zahlen für Einlagen über 100.000 Euro Negativzinsen, wie das auch in Neukunden-Verträgen geregelt ist. Oder sie reduzieren ihr Guthaben drastisch, etwa indem sie Geld abheben, es zu anderen Banken transferieren oder ihr Erspartes in Aktien sowie Fonds anlegen.

Konten werden aufgelöst
Als sich daraufhin nur ein Teil der Kunden zurückmeldete, drohte die Stadtsparkasse Düsseldorf im November mit Kündigungen. Ende Januar sprach das Institut diese schließlich in 35 Fällen aus, teilte Unternehmenssprecher Volker Schleede der Zeitung mit. Acht Kunden meldeten sich dann doch noch zurück und akzeptierten die Bedingungen. Der restliche Teil der wohlhabenden Klientel muss nun damit rechnen, dass die Stadtsparkasse das Geld mit dem Ende der Geschäftsbeziehung Ende März von den Konten an das Amtsgericht überweist, wo es für sie hinterlegt wird. (fp)