Die Frankfurter Bankgesellschaft ist eine Partnerschaft mit Inasys eingegangen, einer Tochter der Finanz Informatik, dem zentralen IT-Haus der Sparkassen. Einen entsprechenden Bericht des Branchendienstes "Finanz-Szene" bestätigte die Frankfurter Bankgesellschaft auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE. Es sei ein "Memorandum of Understanding" zur "weiteren Vertiefung der Zusammenarbeit" unterzeichnet worden. "Ziel ist es, neue Lösungen für die Vermögensverwaltung und das Private Banking der Sparkassen gemeinsam zu entwickeln", teilte das Haus mit.

Die Tochter der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) agiert im öffentlich-rechtlichen Sektor als zentraler Anbieter für Private-Banking-Angebote. Ein Teil des Angebots umfasst Portfoliostrategien, welche die Sparkassen dann ihren Kunden anbieten. "Die Vereinbarung zur Vertiefung der Zusammenarbeit sieht vor, ein optimales Angebot für Vermögensverwaltungslösungen für die Sparkassen zu entwickeln", heißt es von der Bank weiter.

Revolution von innen
Damit reagiert das Institut augenscheinlich auf den von der DWP-Bank sowie den Softwarehäusern Dericon und Investify Tech entwickelten Marktplatz für Vermögensverwaltungen. Dieser soll Sparkassen-Kunden den Zugang zu Anlageansätzen von externen Partnern eröffnen. Als Startpartner stellen DJE Kapital, Allianz Global Investors sowie die Berenberg Bank, die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) und der Kölner Vermögensverwalter Flossbach von Storch vermögensverwaltende Strategien bereit.

Das Projekt überträgt das Plattform-Konzept, wie es von Tages- und Festgeldangeboten oder der Immobilienfinanzierung bekannt ist, ins Private Banking. Dabei vermitteln Banken nicht nur eigene Angebote, sondern auch die von Dritten. Ein entsprechende Plattform erwägt nun augenscheinlich auch die Frankfurter Bankgesellschaft. Eine Marktplatzlösung sei "eine Variante der momentan zu prüfenden Angebotsformen", teilte das Institut mit. Eine Entscheidung falle jedoch frühestens in vier bis sechs Monaten. (ert)