Die ING Deutschland bietet ab dem 19. Oktober Wertpapiersparpläne ab einem Euro an. Nach eigenen Angaben ist das Institut die erste Bank, die entsprechend niedrige Mindestraten für Fonds-, ETF- oder Aktiensparpläne ermöglicht. Bislang galten branchenweit zehn Euro als Untergrenze, wie sie beispielsweise die Fondsplattform Ebase ermöglicht. Bei den meisten Banken sind Raten ab 25 oder 50 Euro möglich.

"Wir wollen das Wertpapiersparen demokratisieren, so wie wir es vor Jahren mit dem Tagesgeld gemacht haben", sagt Thomas Dwornitzak, Leiter Sparen und Anlegen bei der ING Deutschland. Aktuell stünden Sparpläne für mehr als 1.900 Wertpapiere zur Verfügung, davon für mehr als 200 Fonds und ETFs ohne Kaufkosten.

So viele Depotneueröffnungen wie nie zuvor
Dwornitzak zufolge möchte die Bank ihren Kunden in Zeiten mager verzinster klassischer Sparprodukte den Einstieg in den Kapitalmarkt erleichtern. "Wir wollen mit einer modernen Form des Sparens eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Sparprodukten anbieten", sagt er. "So können nun noch mehr Kunden ihr Erspartes am Kapitalmarkt anlegen." Natürlich stünden den höheren Renditechancen bei Wertpapieren auch höhere Risiken gegenüber. Besonders für Börsenneulinge oder als Sparmöglichkeit von Eltern oder Großeltern für junge Menschen mit langem Anlagehorizont sei das ING-Angebot jedoch attraktiv.

Offensichtlich findet die Wertpapieranlage tatsächlich immer mehr Anhänger: So habe die Zahl der neueröffneten ING-Depots im ersten Halbjahr mit 213.000 einen Rekordwert erreicht, berichtet die Bank. Das Depotvolumen sei im August auf einen Höchststand von mehr als 50 Milliarden Euro gestiegen.

ING arbeitet an Einstieg in die Anlageberatung
Die ING plant zudem, ein Beratungsangebot rund um die Wertpapieranlage einzuführen (FONDS professionell ONLINE berichtete). Kunden sollen mit wenigen einfachen Fragen einen für sie passenden Anlagevorschlag erhalten und direkt online abschließen können. "Mit der Abschaffung der Mindestsparplanrate sind wir Vorreiter in der Branche. Die für das kommende Jahr anstehende Wertpapierberatung unterstützt unsere Kunden darüber hinaus mit einer konkreten Produktempfehlung", lässt sich Dwornitzak in einer Pressemitteilung zitieren. (bm)