Die DWP Bank hat nach eigenen Angaben per Ende November die Marke von einer Million Sparplänen auf Fonds geknackt. Bis Ende des Jahres rechnet der zentrale Wertpapierdienstleister für 1.200 Banken, Volksbanken und Sparkassen mit rund 1,1 Millionen Sparplänen auf aktiv gemanagte Fonds und börsengehandelte Indextracker (ETF). Zudem sei ein Ende der Nachfrage auch 2022 nicht in Sicht. 

Das Institut hat damit die Zahl der Sparpläne seit Anfang 2020 verdoppeln können. Im vergangenen Jahr betrug die Zunahme 51 Prozent, 2021 stieg sie um weitere 48 Prozent – unter anderem durch erfolgreiche Migration neuer Kunden, darunter die Hamburger Sparkasse, Deutschlands größte Sparkasse, sowie dem S Broker. Sparpläne auf Indexfonds legten im Vergleich zu 2020 um 64 Prozent zu, Sparverträge auf aktive Fonds um 40 Prozent.

Corona und Strafzinsen
Die Gründe für den seit Beginn der Covid-Pandemie zu beobachtenden Boom bei Fondssparplänen: Viele Menschen haben wegen des erzwungenen Konsumverzichts viel Geld gespart und suchen nach Anlagelösungen. Zudem haben Verraucher wegen der erwzungegen Lockdowns reichlich Zeit gehabt, sich intensiver mit ihren Finanzen zu beschäftigen und festgestellt, dass sie mit Wertpapier-Sparplänen weitaus mehr Rendite erwirtschaften können als mit dem Sparbuch. Die immer höher schwappende Welle an als Verwahrentgelten getarnten "Strafzinsen" hat sicher ihr Übriges getan.

"Mit Blick auf die positive Bilanz des Vorjahres hatten wir im Sparplangeschäft mit weiterem Wachstum gerechnet. Es zeigt sich, wie nachhaltig der Trend zum Wertpapiersparen in allen Institutsgruppen geworden ist. Wir erwarten, dass wir auch im Jahr 2022 weiterhin wachsende Vertragszahlen sehen werden", kommentiert Heiko Beck, Vorstandsvorsitzender der DWP-Bank die Zahlen. Die Bank arbeite daher weiter konsequent am Ausbau ihrer Sparplanangebote. "Zuletzt hatten wir im Frühjahr 2021 den Aktiensparplan ausgerollt. Hier sehen wir ebenfalls Zuwächse, kurz nach dem Produktstart natürlich noch auf moderatem Niveau. Im nächsten Jahr werden weitere Sparplanmöglichkeiten für unsere Kundeninstitute hinzukommen." (jb)