Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) hat sich über ihre Digitaltochter an Arabesque S-Ray beteiligt, einem Anbieter von Nachhaltigkeitsratings. Das Unternehmen wertet große Datenmengen computergestützt und mithilfe künstlicher Intelligenz aus. Auf diese Weise benotet das Haus die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells von mehr als 7.000 Unternehmen rund um den Globus. Über die Höhe und den Wert der Beteiligung machte die Helaba aber keine Angaben.

An dem Big-Data-Analysehaus mit Sitz in Frankfurt halten bereits die Allianz X, die Digtal-Entwicklungsgesellschaft des Versicherers, sowie die Commerz Real, die DWS und das Land Hessen Anteile. Die Fondstochter der Deutschen Bank hatte im Sommer ihr Engagement bei Arabesque S-Ray verkündet. Die Gesellschaft hatte damals erklärt, eine Minderheitsbeteiligung in Höhe von 2,68 Prozent erworben zu haben.

Bestandteil des Geschäfts
"Die Ausrichtung von S-Ray hat uns von Beginn an begeistert", sagt Philipp Kaiser, Co-Geschäftsführer der Helaba Digital. Seine Kollegin Lucie Haß ergänzt: "Die Beteiligung verstärkt unser Bekenntnis zu nachhaltigem Handeln und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, gemeinsam mit unseren Kunden auf dieser Basis neue Geschäftsansätze zu entwickeln." Durch die flexible Ausrichtung der Software könne S-Ray auf die sich verändernden, relevanten Kriterien für ein Nachhaltigkeitsrating reagieren.

"Nachhaltigkeit im Sinne ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung ist bereits heute integraler Bestandteil unserer Geschäftsstrategie", führt Michael Seibel, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Helaba, weiter aus. "Unserer Einschätzung nach werden Nachhaltigkeitsbewertungen zukünftig ein entscheidendes Kriterium für Investitions- und Kreditentscheidungen sein." S-Ray unterstütze diesen Prozess, indem vor allem die für die Nachhaltigkeitseinschätzung bedeutsamen Informationen transparenter und schneller verfügbar sein werden. (ert)