Mit einem Autokorso rund um die Essener Zentrale wollen die Beschäftigten der Deutsche-Bank-Tochter DB Direkt an diesem Montag (8.3.) auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Die Mitarbeiter, die die Callcenter der Deutschen Bank betreiben und ausgewählte Bankprodukte vermarkten, streiken bereits seit fünf Wochen für mehr Gehalt. "Die Arbeitgeberseite hat noch kein abschlussfähiges Angebot unterbreitet", heißt es in einer Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi vom Wochenende.

Da öffentliche Kundgebungen wegen Corona nur eingeschränkt möglich seien, habe man sich für einen Autokorso-Protests entschieden, so Verdi. Der Korso startet um 14 Uhr am Messeplatz in Essen, von dort geht es zur DB-Direkt-Zentrale am Bismarckplatz. "Trotz der Beschränkungen in der Pandemie wollen die Streikenden Gesicht zeigen und machen mit ihrer Corona-gerechten Aktion deutlich, dass der Arbeitskampf so lange fortgeführt wird, bis die Arbeitgeberseite ein abschlussfähiges Angebot vorlegt", sagt Roman Eberle, der für die Tarifverhandlungen zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretär.

Sechs Prozent mehr Gehalt gefordert
Verdi fordert für die Beschäftigten rückwirkend ab dem 1. April 2020 sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 150 Euro, sowie die Einführung eines 13. Gehaltes. Das nach vier ergebnislosen Verhandlungen vorgelegte Angebot der DB Direkt beinhalte 1,5 Prozent Gehaltserhöhung ab November 2020 und weitere 1,5 Prozent ab Januar 2022 sowie eine Einmalzahlung in Höhe von 200 Euro, teilt Verdi mit. Ein 13. Gehalt solle aus Arbeitgebersicht stufenweise eingeführt werden (bis 2025 jeweils 100 Euro jährlich). Ein weiterer Aufbau danach solle durch Beiträge der Mitarbeiter kompensiert werden. "Dem widersetzen sich Verdi und die Beschäftigten", so die Gewerkschaft. (bm)