Die Commerzbank verlangt von immer mehr Kunden Strafzinsen: "Wir haben zahlreiche Privatkunden angesprochen", zitiert das Handelsblatt den Finanzchef Stephan Engels. Man beginne jetzt, Maßnahmen umzusetzen. 

"Das Potenzial ist sehr groß", zitiert das Handelsblatt weiter. Bislang habe die Commerzbank so gut wie keinem Privatkunden Strafzinsen in Rechnung gestellt. "Wir fangen jetzt mit Kunden mit hohen Einlagen an", sagte Engels demnach. Er ließ offen, ab welcher Einlagenhöhe Strafzinsen gelten sollen – und wie weit runter es gehen könnte. Fest steht indes: Einfache Sparer würden weiter verschont.

Auch Firmenkunden weiter im Blick
Bei Firmenkunden erhebt die Commerzbank ab einer bestimmten Einlagenhöhe bereits seit langem Strafzinsen und passt diese nun an die gesunkenen Zinsen an. "Wir überprüfen auch die Freibeträge", sagte Engels. Die Hemmschwellen fallen auch andernorts: Zuletzt hatte beispielsweise die Deutsche Bank öffentlich darüber nachgedacht, in sämtlichen Geschäftsbereichen Strafzinsen einzuführen. (fp)