Im Jahr 2025 wird es insgesamt nur noch rund 20.000 Bankfilialen in Deutschland geben – 34 Prozent weniger als Ende 2017. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der auf Finanzdienstleister spezialisierten Managementberatung Investors Marketing. Nach Angaben der Deutschen Bank ist die Zahl ihrer inländischen Zweigstellen im vergangenen Jahr bereits um 5,9 Prozent auf 30.126 Filialen gesunken.

Der Abwärtstrend dürfte sich in den kommenden Jahren fortsetzen. "Die Nutzung der Filiale durch die Kunden geht seit Jahren kontinuierlich zurück", sagt Oliver Mihm, Vorstandschef von Investors Marketing. Ihre Bankgeschäftige erledigen Kunden zunehmend online oder am Automaten. Nur für die Beratung bevorzugen die Deutschen immer noch die Filiale.

Banken müssen Beziehungen aufbauen
Die Filialbanken befinden sich in eine schwierige Situation: "Einerseits wollen sie weiterhin für ihre Kunden da sein, andererseits werden die vorhandenen Filialen heute schon zu wenig genutzt", fasst Mihm zusammen.

Für den Managementberater liegt die Herausforderung für Geldinstitute nun darin, zu kommunizieren, dass die Schließung von Filialen kein Rückzug ist. Das geht nur durch starke Beziehungen zum Kunden. Banken müssten ihren Kunden ein überzeugendes Kundenerlebnis bieten. "Dafür müssen sie neben digitalen Kontakten auch auf die räumlich Nähe und die persönlichen Ansprechpartner setzen", sagt Mihm. (fp)