Bei Finanzdienstleistern geht die Angst um: 88 Prozent von ihnen fürchten, in den kommenden Jahren Umsätze an Fintechs zu verlieren. Das zeigt eine aktuelle Studie der Beratungsgesellschaft PwC, die auf den Antworten von 1.308 Teilnehmern aus 71 Ländern beruht. Bei den Verlustängsten geht es nicht um Peanuts. Unternehmen schätzen knapp ein Viertel ihrer Umsätze als gefährdet ein.

Weil klassische Finanzdienstleister den Fintech-Boom nicht aufhalten können, spekulieren immer mehr von ihnen auf eine Kooperation mit Finanz-Startups. Eine Zusammenarbeit kann für beide Seiten von Vorteil sein, heißt es von PwC: Fintechs benötigen den Zugang zu Kapital und Kunden, den etablierte Unternehmen bieten. Finanzdienstleister sehen Kooperationen mit Fintechs ihrerseits vermehrt als Möglichkeit, ihre Probleme im Zusammenhand mit Technologie und Kundenkommunikation zu lösen.

Verbraucher können sich freuen
Bei der Zusammenarbeit zwischen alten Hasen und jungen Hüpfern geht es nicht darum, der neuesten Mode hinterher zu laufen, betont Georg Ogrinz, Partner bei PwC Österreich. "Vielmehr geht es darum, die beste und effizienteste Art zu finden, die eigene Geschäftsstrategie umzusetzen und letztlich den Kunden besseren Service zu bieten." Verbraucher dürften von der engeren Zusammenarbeit profitieren. Kosten könnten sinken, Kommunikationsschwierigkeiten mit der Bank schwinden, prophezeien die PwC-Experten. (fp)