Das Ersparte bei der Bank zu parken, wird für Kunden immer teurer. Rund 400 von 1.300 Geldinstituten in Deutschland haben die Kontogebühren in diesem Jahr bereits angehoben, zeigt eine aktuelle Untersuchung der Internetplattform Biallo. Im Schnitt hoben die Geldhäuser die monatlichen Gebühren für Online-, Basis- und klassische Filialkonten um rund 30 Prozent an. Die Gebühren der Premiumkonten zogen mit rund 20 Prozent weniger stark an.

Über die monatlichen Pauschalen hinaus erhöhten viele Banken auch die Preise für Giro- und Kreditkarten oder führten Gebühren gleich ganz neu ein – für Leistungen, die im vorherigen Jahr noch kostenlos waren. "Wir rechnen mit weiteren kräftigen Preisanpassungen in den nächsten Wochen und Monaten", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) den Gründer der gleichnamigen Online-Plattform, Horst Biallo. Hintergrund ist der zuletzt angehobene EZB-Negativzins, den immer mehr Banken und Sparkassen in Form sogenannter "Verwahrentgelte" zumindest teilweise an Kunden weiterreichen.

Selbst Geldabheben kostet
Vor allem die Gebühren für Girokonten dürften Biallos Prognose zufolge weiter steigen, weil "die Masse der Kunden zu träge zum kompletten Wechseln der Bankverbindung ist." Viele Institute kassieren mittlerweile sogar eine Gebühr, wenn Kunden Geld am Automaten abheben. Rund die Hälfte der untersuchten Institute gewährt laut Biallo pro Abrechnungszeitraum zwischen zwei und fünf kostenlose Barabhebungen, der Rest bitte die Kunden sofort zur Kasse. (fp)