Es klingt wie der Plot eines Hollywood-Streifens. Ein wohlhabender, aber krebskranker Kunsthändler versteckt eine Truhe voller Gold und Juwelen irgendwo in den Rocky Mountains und veröffentlicht ein rätselhaftes Gedicht, das dem aufmerksamen Leser den Aufenthaltsort des Schatzes verrät. Wer die Truhe findet, darf sie behalten.

Tausende Abenteurer machten sich daraufhin auf die Suche, kletterten in Höhlen, campierten in der Wildnis. Einige verloren dabei ihr Leben, weswegen Kritiker Fenn immer wieder dazu aufforderten, die Schatzsuche abzublasen, wie die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) berichtet. Fenn aber rief die Abenteurer lediglich dazu auf, nicht im Winter auf die Suche zu gehen. Zudem gab er den Tipp, dass der Schatz nicht an einem unzugänglichen und damit gefährlichen Ort versteckt sei – sondern eben dort, wo ihn auch ein 80-Jähriger problemlos verstecken konnte.

Am vergangenen Sonntag (7. Mai) bestätigte Fenn nun: Die Truhe wurde gefunden. Bei dem glücklichen Finder handelt es sich um einen Amerikaner aus dem Osten der USA, berichtet die SZ. Details wollte Fenn nicht verraten. Der Zeitung seiner Heimatstadt, dem Santa Fé New Mexican, schilderte er immerhin seine Gefühlslage: Halb stolz, halb traurig, weil die Jagd, die ihn berühmt gemacht hat, vorbei sei. In den kommenden Tagen will er das Versteck verraten. Tausende Abenteurer dürften dann wohl frustriert in ihre Schaufel beißen. (fp)