Die Sparkassen Mainz und Worms-Alzey-Ried prüfen, die seit 2016 bestehende Kooperation zu vertiefen. Eine spätere Fusion wird dabei nicht ausgeschlossen. Das berichtet der "Mannheimer Morgen" unter Berufung auf die Sparkasse Worms-Alzey-Ried. Seit vier Jahren arbeiten die beiden Institute bereits bei mehreren Projekten zusammen und haben Geschäftsprozesse vereinheitlicht. So betreiben sie unter anderem seit 2018 ein gemeinsames Kunden-Servicecenter. Auch bei regulatorischen Aufgaben und der Neuausrichtung zentraler interner Dienste gehe man bereits gemeinsame Wege.

"Wir haben nach den erfolgreichen Kooperationen der letzten Jahre einige Potenziale bereits gehoben und eine sehr gute Vertrauensbasis zwischen den Teams geschaffen", zitiert die Zeitung Marcus Walden, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Worms-Alzey-Ried. "Bei der Bewertung gemeinsamer Zukunftsoptionen ist es für beide Sparkassen entscheidend, dass ein verstärktes Zusammengehen für Kunden, Mitarbeitende und für den Wirtschaftsstandort Rheinhessen und das hessische Ried insgesamt greifbare Vorteile gegenüber der bisherigen Aufstellung bringt. Diese Vorteile herauszuarbeiten, wird das Leitmotiv der Untersuchung und Gespräche in den kommenden Monaten sein", ergänzt Thorsten Mühl. Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Mainz.

Kein Ende der Fusionitis
Die beiden Kreditinstitute sind nicht die einzigen, die ein Zusammengehen ausloten. Immer wieder melden Banken Fusionspläne oder den Vollzug einer solchen. Dazu gehören die Sparkasse Koblenz und die Sparkasse Rhein-Nahe aus Bad Kreuznach oder die Volksbank Euskirchen und die Volksbank Düren .Helmut Schleweis, Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) geht auich davon aus, dass die "Fusionitis" weitergehen wird. Die Kostenschraube dreht sich immer weiter, sodass vor allem kleinere Institute jeden Cent prüfen müssen. (jb)