Targobank lockt Mitarbeiter mit Millionen-Bonus für ESG-Ziele
Nachhaltigkeit wird bei der Targobank künftig auch finanziell belohnt: Die Bank koppelt Extra-Zahlungen für viele Beschäftigte an konkrete ESG-Vorgaben. Insgesamt stehen bis zu 2,7 Millionen Euro im Raum.
Die Düsseldorfer Targobank hat den meisten Beschäftigten für das nächste Jahr Extra-Boni von insgesamt bis zu 2,7 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Ausgezahlt werden sie, wenn bestimmte ESG-Ziele – also Ziele in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance – im Jahr 2026 erreicht werden.
Mitarbeiter, die anspruchsberechtigt sind, erhalten bei Erfüllung der Ziele den Bonus – für Vollzeitkräfte sind das bis zu 400 Euro brutto, wie "Bloomberg News" von der Bank exklusiv erfahren hat.
"Mitarbeitende spielen entscheidende Rolle"
Konkrete jährliche ESG-Ziele setzt sich die Bank seit diesem Jahr. "Als Mitarbeitende spielen wir bei der Erreichung dieser Ziele eine entscheidende Rolle, durch unsere Haltung und unser Verhalten", erklärte Personalchef Alexander Bohrer.
Engagement in der Bank werde entsprechend belohnt. "Mit dem ESG-Bonus schaffen wir ein neues kollektives Element in unserer Vergütungspolitik, mit dem wir den Einsatz für Nachhaltigkeit wertschätzen", so Bohrer.
Boni haben in der Bankenbranche eine höhere Bedeutung als in vielen anderen Sektoren. Sie dienen dazu, gute Arbeit zu belohnen. In den vergangenen Jahren wurden sie zunehmend auch an ESG-Ziele geknüpft, wobei das meist eher für das Top-Management der Unternehmen galt.
Drei Ziele als Grundlage für die Auszahlung
Basis für die breite Auszahlung der ESG-Boni bei der Targobank sind die drei folgenden Ziele für das laufende Jahr:
- Teilnahme an 30-minütigem Pflichttraining zu ESG
- Senkung der CO₂-Emissionen in der Targobank
- Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen
Deutschlandweit beschäftigt die Targobank, eine Tochter von Crédit Mutuel Alliance Fédérale, rund 7.700 Mitarbeiter. Davon sind rund 3.000 in Duisburg beschäftigt, wo das Kundencenter und die IT angesiedelt sind. Hinzu kommen Büros in Mainz für das Factoring und Frankfurt für das Corporate Banking.
In Deutschland hat Crédit Mutuel Alliance Fédérale vor Kurzem die Übernahme der Oldenburgischen Landesbank abgeschlossen. Sie beschäftigt rund 1.700 weitere Mitarbeiter. (mb/Bloomberg)















