Das von der Targobank betreute Wertpapiervolumen ist im vergangenen Jahr um knapp elf Prozent auf 14,3 Milliarden Euro gestiegen. Beim "Plus-Depot", bei dem die Kunden anstelle von Orderprovisionen und Ausgabeaufschlägen ein vom Depotvolumen abhängiges Jahresentgelt zahlen, fiel das Plus mit 16 Prozent nochmals größer aus.

Das geht aus den nun veröffentlichten Geschäftszahlen des Düsseldorfer Instituts hervor. Besonders stark legte die Zahl der Transaktionen im Brokerage der Targobank zu, und zwar um 90 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf über 1,2 Millionen. Das ist eine Folge der starken Bewegungen an den Kapitalmärkten im vergangenen Jahr.

Auch andere Geschäftsbereiche der Bank entwickelten sich angesichts der Unsicherheiten durch die Corona-Pandemie gut: Das Volumen der Ratenkredite stieg um 7,9 Prozent auf 14,8 Milliarden Euro, die Privatkundeneinlagen nahmen um 13 Prozent auf 20,3 Milliarden Euro zu. Der Boom des Spargeschäfts hat Folgen: Mittlerweile verlangt die Targobank selbst bei Sparbüchern Strafzinsen (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Risikovorsorge drückt aufs Ergebnis
Trotz des florierenden Geschäfts schrumpfte der Gewinn: Das Vorsteuerergebnis erreichte mit 426 Millionen Euro nicht das Rekordniveau des Vorjahres von 527 Millionen Euro. Die Bank erklärt das insbesondere mit der um 116 Millionen Euro erhöhten Vorsorge zur Absicherung potenzieller Risiken. "Sie ist eine Reaktion auf die erwarteten ökonomischen Pandemiefolgen", teilt das Institut mit.

Gemessen am Aufwands-Ertrags-Verhältnis darf die Targobank im Branchenvergleich nach wie vor als sehr profitabel gelten: Im Berichtsjahr lag die Quote bei 52,1 Prozent und hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr (52,8 Prozent) abermals verbessert. (bm)