Tarifeinigung: Postbank-Beschäftigte bekommen mehr Gehalt
Die Verhandlungen um mehr Geld für die rund 9.000 Beschäftigten der Postbank sind abgeschlossen. Sie erhalten in zwei Stufen eine Gehaltserhöhung von insgesamt 7,4 Prozent.
Nach vier Verhandlungsrunden haben sich in der Nacht zum Donnerstag (2.7.) die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) sowie weitere Gewerkschaften und die Arbeitgeber auf mehr Gehalt für die bundesweit rund 9.000 Beschäftigten der Postbank verständigt. Das Ergebnis umfasse spürbare Entgeltsteigerungen, eine Verlängerung des Kündigungsschutzes sowie verbindliche Vereinbarungen zur Zukunft des Filialnetzes, so Verdi in einer Mitteilung.
Die Gehälter steigen demnach zum 1. Juli 2026 um 175 Euro monatlich, was einer durchschnittlichen Tariferhöhung von 4,5 Prozent entspricht. Zum 1. Juli 2027 folgt eine weitere Erhöhung um 2,9 Prozent. Verdi hatte eine Entgelterhöhung von acht Prozent gefordert, mindestens jedoch 300 Euro pro Monat. Nach der nun erzielten Einigung sollen auch die Ausbildungsvergütungen angehoben werden: zum 1. Juli 2026 um 75 Euro monatlich, zum 1. Juli 2027 um weitere 75 Euro. Die Laufzeit des Tarifvertrages beträgt 28 Monate bis zum 31. Juli 2028.
Qualitative Verbesserungen
Neben den Entgelterhöhungen konnten auch qualitative Verbesserungen vereinbart werden. So wird der Kündigungsschutz bis zum 31. Dezember 2028 verlängert. Zudem werden die bestehenden Regelungen zur Sicherung des Filial- und Beratungscenternetzes fortgeführt. Im Tarifbereich Postbank/PCC Services wurden weitere Standortzusagen vereinbart. Bis März 2028 bleiben mindestens 300 Filialen sowie zusätzlich 13 digitale Beratungscenter erhalten.
Darüber hinaus haben sich die Tarifparteien darauf geeinigt, die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz und anderen Transformationsprozessen künftig frühzeitig gemeinsam zu beraten. Bis zum 24. Juli dieses Jahres werden die Verdi-Mitglieder über die Annahme des Verhandlungsergebnisses entscheiden. (am)













