Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und Atruvia, der IT-Dienstleister der Genossenschaftsbanken, haben in der fünften Runde ihrer Tarifverhandlungen ein Ergebnis erzielt. Beide Seiten verständigten sich laut einer Pressemitteilung auf einen "möglichen Tarifabschluss". Dieser sieht eine rückwirkende Lohnerhöhung von 2,1 Prozent ab dem 1. Juli 2021 und 1,8 Prozent ab dem 1. Juli 2022 mit einer Laufzeit von 27 Monaten vor. 

In den ersten vier Verhandlungsrunden hatte der IT-Dienstleister nach Wahrnehmung der Gewerkschaft "inakzeptable Gehaltserhöhungen angeboten, die noch nicht einmal die Inflation ausglichen." Das hatte vor einem Monat einen Warnstreik zur Folge. Verdi dagegen hatte unter anderem 4,5 Prozent mehr Gehalt und ein "Ausstattungsbudget" für mobiles Arbeiten von 750 Euro alle fünf Jahre gefordert. Jetzt werde laut Verdi eine Mitgliederbefragung über das weitere Vorgehen entscheiden.

IT-Dienstleister für Union Investment und die DZ Bank
Atruvia hat der Gewerkschaft zufolge mit ihren etwa 4.600 Beschäftigten eine besondere Bedeutung im Bankensektor, da fast die vollständige IT der Volksbanken und Raiffeisenbanken wie das Kernbankensystem, das Online-Banking und die Bargeldversorgung durch den Dienstleister gewährleistet wird. Kunden sind unter anderem auch die DZ Bank oder Union Investment. (jb)