Der große Vorteil des Onlinebanking ist, dass man es zu jeder Zeit von jedem Ort aus betreiben kann. Oder doch nicht? So richtig gut klappt das nicht immer, zeigt ein Test der Spezialisten von Uptrends im Auftrag des "IT Finanzmagazins", der über einen Zeitraum von 90 Tagen zwischen September und Dezember 2018 vonstatten ging. Der Monitoring-Software-Experte hat die Online-Banking-Portale von 23 deutschen Banken auf ihre Erreichbarkeit hin überprüft. Ergebnis: Zehn der Portale waren hochverfügbar – 13 aber nicht.

Die Portale waren zwar im Schnitt in 99,86 Prozent der Zeit erreichbar. Das klingt zunächst prima, heißt aber übersetzt: Damit lag die Ausfallzeit allerdings immer noch bei insgesamt 255.924 Sekunden. Das entspricht in Summe fast drei vollen Tagen. Viele Kunden dürften also ihre Bankgeschäfte nicht zum gewünschten Zeitpunkt haben erledigen können. Eines der sieben Institute, die am schlechtesten abgeschnitten haben, hatte im Untersuchungszeitraum sogar eine Ausfallzeit von zusammengenommen fast 34 Stunden.

Kein Anschluss unter dieser Nummer
Testsieger sind die Hanseatic Bank und Rabo Direct, mit einer Verfügbarkeit von hundert Prozent und der Note "Sehr gut". Die Note "Gut" bekamen mit einer Verfügbarkeit von über 99,95 Prozent acht weitere Institute: ING Diba, Commerzbank, VR Bank, Volkswagen Financial Services, Hypovereinsbank, Postbank, Wüstenrot Direct und KfW. "Insgesamt kann man die Erreichbarkeit der Kundenportale deutscher Banken als gut bewerten. Aber es gibt eben auch einige negative Ausreißer. Hier sollten sich die Verantwortlichen fragen, ob sie der Digitalisierung genügend gerecht werden", schreiben die Tester.

Bei den weniger gut verfügbaren Instituten war die häufigste Panne ein sogenannter HTTP-Fehler. Tritt er auf, können Nutzer zwar noch die Verbindung zur Homepage herstellen. Diese teilt dann aber lediglich mit, dass die angefragte Seite nicht erreichbar ist. (fp)