Der Dienstleister Apex Funds Services übernimmt sowohl das Luxemburger Fondsgeschäft als auch die dortige Bank des Hamburger Instituts M.M.Warburg. Der auf den Bermuda-Inseln gegründete Fondsadministrator holt sich dafür die Unterstützung von zwei Private-Equity-Gesellschaften, Genstar und Salu Capital, heißt es in einer Mitteilung. Apex ist im Besitz von Genstar. Die Privatbank M.M.Warburg hatte die Töchter Ende 2017 zum Verkauf gestellt, wie FONDS professionell ONLINE und Finanz-Szene.de exklusiv erfahren hatten.

Mit der Veräußerung würde sich die Bank auf den Ausbau des deutschen Asset Managements konzentrieren und "regulatorische Komplexität" abbauen, heißt es aus Hamburg. In Deutschland verzeichne die Sparte ein überdurchschnittliches organisches Wachstum. Auch "strategische Akquisitionen" kämen in Betracht.

Kaufpreis bleibt geheim
Mit der Übernahme von Warburg Invest Luxembourg und M.M.Warburg & Co Luxembourg steigert Apex das betreute Vermögen auf einen Schlag um 50 Milliarden auf 350 Milliarden Dollar, heißt es in der Mitteilung. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2018 abgeschlossen werden. Über den Kaufpreis und andere Details des Geschäfts vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Apex hatte 2017 unter anderem auch das Servicegeschäft für alternative Fonds der Deutschen Bank übernommen.

"Das Team und das Produktangebot von Warburg ergänzt unsere Fähigkeiten im stark regulierten, europäischen Markt", sagt Apex-Vorstandschef Peter Hughes, der die Gesellschaft 2003 auf dem britischen Überseegebiet gründete. "Der Zusammenschluss bringt sowohl Vorteile für die Kunden von Warburg als auch die von Apex." Warburg-Vorstandssprecher Joachim Olearius ergänzt: "Wir haben mit Apex einen Partner gefunden, der die Anforderungen und Erwartungen unserer Kunden bestens erfüllt." Sein Haus werde auch künftig eng mit Apex zusammenarbeiten. (ert)