Triodos IM: "Wir müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten"
Die Priorität "Klimaschutz" ist seit geraumer Zeit nicht mehr so hoch wie das zu Beginn der 2020er Jahre der Fall war. Das Thema Nachhaltigkeit ist dadurch inzwischen alles andere als ein Selbstläufer. Das bekommen auch die beiden Fondsmanager des Triodos Global Equities Impact Fund zu spüren.
Als die im niederländischen Driebergen‑Rijsenburg nahe Utrecht beheimatete Triodos Bank Mitte September mitteilte, sie werde ihre deutsche Niederlassung in Frankfurt aufgeben, hat das auch Kunden und Vermittler des Triodos Global Equities Impact Fund verunsichert. Im Rahmen unserer Rubrik "Nachhaltig nachgefragt" haben wir daher für die aktuelle Magazinausgabe von FONDS professionell die Möglichkeit genutzt, mit den beiden Co-Managern des Fonds, Arjan Palthe und Sebastian Rojas, unter anderem über die Zukunft der Investmenttochter zu sprechen. Vor allem aber wollten wir mehr wissen über die grundsätzlichen Ziele des von den beiden Spezialisten gemanagten Fonds und was diesen eigentlich für die Einstufung nach Artikel 9 der Offenlegungsverordnung qualifiziert.
Der über eine Milliarde Euro schwere Fonds kombiniert dazu die Identifikation von Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen Lösungen der sich wandelnden Gesellschaft und Wirtschaft anbieten, mit der Ambition, zu genau diesem Wandel beizutragen. Es geht also nicht um die Transformation der Unternehmen selbst, sondern um die vom hauseigenen Investment-Team identifizierten wesentlichen Themen Ernährung, Gesellschaft, Wohlbefinden, Ressourcen und Energie. Dadurch werden 16 der insgesamt 17 Sustainable Development Goals adressiert. Die Aktivitäten der durch integrierte Finanz- und Nachhaltigkeitsanalysen ausgewählten, mehrheitlichen Large Caps werden dabei jährlich in einem umfassenden Report aufgeführt, zusammen mit weiteren Leistungsindikatoren soll so dem "Do No Significant Harm"-Prinzip Rechnung getragen werden.
Trend zum "Impact Investing" hat langfristig Bestand
Was die Zukunft ihrer Strategie angeht, zeigen die beiden Fondsmanager sich zuversichtlich im Gespräch, zu dem Roland Kölsch, beim Wissenschaftsverein FIRST für das FNG-Siegel verantwortlich, als Analyst zugeschaltet war. Nicht nur institutionelle Investoren, auch viele Privatanleger seien nach wie vor bereit, sich weiterhin zum Thema Nachhaltigkeit zu bekennen und auch künftig verstärkt Mittel dafür einzusetzen, auch wenn es politische Rückschläge gebe und nachhaltige Anlagen kurzfristig weniger im Fokus stehen. Der Trend zum "Impact Investing" als nachhaltiger Strategie werde langfristig Bestand haben, der Wille, umfassend Wirkung zu erzielen, werde bestehen bleiben. (hh)
Einige ausgewählte Zitate aus dem Interview mit Arjan Palthe und Sebastian Rojas haben wir in der Bilderstrecke oben für Sie zusammengetragen – einfach durchklicken. Das vollständige Gespräch findet sich in Ausgabe 4/2025 von FONDS professionell ab Seite 106. Angemeldete Nutzer können den Beitrag auch hier im E-Magazin lesen.




Vortrag am FONDS professionell KONGRESS









