Denkt die UBS über einen Zusammenschluss oder gar eine Übernahme nach? Monatelang beschäftigte diese Frage die Branche und diverse Wirtschaftszeitungen. Nun spricht UBS-Verwaltungsratspräsident Axel Weber Klartext – und schiebt den Spekulationen einen Riegel vor: "Wir sind nicht auf Brautschau", sagte er in einem TV-Interview, wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Denn Übernahmen "binden Management-Kapazitäten auf Jahre hin, und das würde man nicht in einem so unsicheren Umfeld wie jetzt lostreten".

Laut FAZ gilt es als gesichert, dass die Schweizer Großbank im Frühjahr wenigstens einmal mit der Credit Suisse über eine mögliche Fusion gesprochen hat. Im September machten dann Gedankenspiele die Runde, die UBS habe ein Auge auf die Deutsche Bank geworfen. Bei der Prüfung möglicher Fusionen kam aber offensichtlich heraus, dass die Nachteile überwiegen. 

Kein Übernahmekandidat
Die UBS zählt mit einem verwalteten Vermögen von 2,8 Billionen US-Dollar zu den größten Geldhäusern weltweit, bringt selbst aber an der Börse nur rund 48 Milliarden US-Dollar auf die Waage. Für Konkurrenten wäre es deshalb ein leichtes, die Bank zu übernehmen. UBS-Vorstandschef Sergio Ermotti beschwichtigt aber: "Ich glaube nicht, dass wir notwendigerweise ein Übernahmekandidat sind", zitiert ihn die Zeitung.

Ermotti sieht die UBS in einer starken Position, was sich an der höheren Bewertung im Vergleich zu anderen europäischen Banken zeige. Auch die Geschäftsergebnisse im laufenden Jahr seien ein Signal, dass die UBS nicht über eine Konsolidierung nachdenken müsse. (fp)