In diesem Jahr ist die Ideal Lebensversicherung die Erste – bei der Bekanntgabe der Überschuss-Deklarierungen von klassischen Lebenspolicen für das kommende Jahr. Der Berliner Versicherer gewährt für 2022 unverändert eine laufende Verzinsung von 3,0 Prozent. Dazu kommen unverändert noch 0,7 Prozent am Schlussüberschussanteil sowie die – nicht näher ausgewiesene – Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Bewertungsreserven. In den Jahren 2019 und 2020 hatte die Ideal sogar eine Basisverzinsung von 3,3 Prozent gezahlt, nachdem sie überraschend nach längerer Zeit als erste Gesellschaft die Verzinsung ihrer Lebenspolicen angehoben hatte, zu denen ausschließlich klassische Garantieprodukte zählen. 

Die Ideal gehört zudem seit einigen Jahren zu den Versicherungsgesellschaften, die die höchsten laufenden Verzinsungen gewähren – trotz mickriger Zinsen bei der Hauptanlageklasse Anleihen. Ein Grund dafür ist, dass der Konzern bei seiner Kapitalanlage stark auf Immobilien setzt, der Schwerpunkt hier ist die Bundeshauptstadt. Nach eigenen Angaben werde der Kapitalanlagebestand nach Marktwerten im laufenden Geschäftsjahr auf rund 3,5 Milliarden Euro anwachsen. 

Ideal-Chef: "Sicherungsvermögen ist ein Fonds"
"Wir sehen uns mit unserem hochgerechneten Geschäftsergebnis in unserer nonkonformistischen und opportunistischen Kapitalanlagestrategie bestätigt, die es uns ermöglicht, als einer von wenigen Lebensversicherern weiterhin klassische Garantieprodukte anzubieten", sagt Ideal-Vorstandschef Rainer Jacobus. "Unser Sicherungsvermögen ist in seiner Zusammenstellung ein Fonds, den man bei keiner Investmentgesellschaft kaufen kann." (jb)