Mehr als die Hälfte der professionellen Anleger weltweit glaubt, dass innerhalb von sieben Jahren künstliche Intelligenz zumindest in einigen Funktionen in der Investmentwelt Menschen ersetzen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Fondsgesellschaft Fidelity, über die der britische Branchendienst "Financial News" berichtet. Fidelity klopfte in der jährlichen Umfrage die Meinung von 905 rund um den Globus verteilten Versicherern, Pensionskassen, Stiftungen oder Versorgungswerken ab.

Demnach waren 52 Prozent der institutionellen Investoren der Meinung, dass bis 2025 selbstlernende Computerprogramme zahlreiche Aufgaben im Investmentmanagement übernehmen werden. In Frankreich stimmten sogar 90 Prozent der Teilnehmer dieser Aussage zu.

Roboter als Fondsmanager
Immerhin fast 40 Prozent der Profianleger weltweit glauben, dass sie dank künstlicher Intelligenz Portfolios werden bauen können, ohne auf die Hilfe eines menschlichen Asset Managers angewiesen zu sein. Mehr als zwei Drittel der Befragten erwartet, dass Rechner leistungsstrake Modelle für die Asset Allocation konstruieren. Immerhin fast die Hälfte der Teilnehmer meinen, dass Algorithmen den Ein- und Ausstiegszeitpunkt für ein Investment werden bestimmen können.

Allerdings gehen viele der professionellen Investoren davon aus, dass neue Technologien Portfoliomanager aus Fleisch und Blut eher unterstützen als verdrängen werden. Trotz des positiven Ausblicks auf die Möglichkeiten künstlicher Intelligenz: tatsächlich im Einsatz ist diese Technik noch kaum. Gerade einmal zehn Prozent haben bislang entsprechende Programme in ihren Investmentprozess eingebaut. (ert)