Die geplante Abschaffung des Solidaritätszuschlages ist für viele Deutsche ein willkommener Geldsegen: Mehr als die Hälfte aller Steuerzahler wollen das zusätzliche Nettoeinkommen zurücklegen. Das ergab jetzt eine Umfrage des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Demnach könnte sich rund ein Viertel der Befragten vorstellen, mit dem Sparen zu beginnen, während weitere 34 Prozent bereits bestehende Sparguthaben aufstocken wollen.

Dabei sind es vor allem die 18- bis 29-Jährigen, die Geld für schlechtere Zeiten zurücklegen würden – immerhin 80 Prozent der jungen Steuerzahler erklärten, das zusätzliche Nettoeinkommen in neue oder bestehende Sparverträge einzuzahlen. Mit zunehmendem Alter nehme die Absicht, das Geld aus dem Soli auf die hohe Kante zu legen, indes deutlich ab, erklären die Experten. So wollen immer noch ganze 42 Prozent der deutschen Steuerzahler das Plus direkt für Konsumgüter ausgeben.

Hoher Aufklärungsbedarf
Die Umfrage zeigt aber auch, dass viele Deutsche nicht wissen, ob sie persönlich vom Wegfall des Solidaritätszuschlags profitieren werden. So gehen immerhin 38 Prozent der Befragten davon aus, dass die Abschaffung des Solis keinerlei Auswirkungen auf sie habe, rund ein Drittel weiß es schlichtweg nicht. Dabei sollen laut Angaben des Bundesfinanzministeriums etwa 90 Prozent aller Steuerzahler nach der Soli-Abschaffung weniger Steuern zahlen. 

Zudem wissen die meisten nicht, wie hoch die Entlastung am Ende des Tages sein wird. Lediglich 38 Prozent äußerten eine ungefähre Vorstellung davon, um wie viel sich ihr Nettoeinkommen erhöhen könnte – vor allem weiblichen Steuerzahlern fiel es schwer, die Höhe der Entlastung genau zu beziffern. (fp)