Der CFS-Index des Center for Financial Studies, der vierteljährlich das Geschäftsklima in der deutschen Finanzbranche misst, ist im vierten Quartal 2018 um 1,2 Punkte auf 112,8 Punkte gesunken. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, dass die Erträge trotz relativ stabilen Umsatzwachstums nicht mehr so stark gestiegen sind. Finanzdienstleister meldeten einen deutlichen Wachstumsrückgang bei ihren Investitionen und stellten weniger Mitarbeiter ein. Bei Finanzinstituten ist das Investitionsvolumen leicht gestiegen, die Zahl der Mitarbeiter konstant.

Der Jahresvergleich legt den Schluss nahe, dass Dienstleister anpassungsfähiger sind als Banken, sagt Jan Pieter Krahnen, Direktor des Center for Financial Studies. Während nämlich bei Dienstleistern die Sachinvestitionen steigen und zugleich die Mitarbeiterzahl nach unten tendiert, ist es bei Banken andersherum: Die Investitionsausgaben gehen tendenziell nach unten, während der Personalbestand konstant bleibt. "Angesichts der sinkenden Ertragsaussichten wirft das die Frage auf, wie Banken die notwendigen Kapazitätsanpassungen gestalten wollen", sagt Krahnen.

Leichte Erholung in Sicht
Insgesamt hat sich der CFS-Sub-Index, der das Umsatzwachstum der Branche anzeigt, im vierten Quartal 2018 kaum bewegt. Er stieg um 0,1 auf 112,7 Punkte. Für das laufende Quartal erwarten die CFS-Experten erneut einen leichten Anstieg. Die Erträge waren zuletzt sowohl bei Banken als auch bei Finanzdienstleistern rückläufig. Das entsprechende Sub-Barometer sank um 3,1 auf 108,5 Punkte, befindet sich aber noch immer auf einem soliden Niveau. Im laufenden Quartal dürften die Erträge wieder leicht anziehen. (fp)