Wenn die Augen größer sind als der Magen: Mehrere Angestellte der US-Bank Wells Fargo sollen Essensmarken fingiert haben. Mit gefälschten Speisebelegen haben sie sich mutmaßlich Geld erschlichen, berichtet "Spiegel online" unter Berufung auf das "Wall Street Journal". Wells Fargo soll deshalb mehr als ein Dutzend Mitarbeiter seiner Investmentsparte entlassen oder freigestellt haben. Eine interne Untersuchung ist noch nicht abgeschlossen.

Die Großbank, die zuletzt wegen eines Skandals um unautorisierte Kundenkunden in den Schlagzeilen war, erstattet Mitarbeitern, die Überstunden machen, während dieser Zeiten die Kosten für Mahlzeiten. In den vergangenen Monaten soll sich herausgestellt haben, dass Angestellte in mehreren Niederlassungen diese Spesenregel durch manipulierte Rechnungen ausgenutzt haben. Dafür haben sie offenbar nachträglich die Zeitstempel in E-Mail-Lieferbestätigungen von Essensbringdiensten gefälscht.

Ungewollter Nachschlag
Die Essensmarken-Affäre kommt zur Unzeit. Wells Fargo hat noch immer mit dem Phantomkonten-Skandal zu kämpfen: Als Strafe für Millionen von Schein-Konten, die Mitarbeiter der Bank ohne Wissen der Kunden eröffnet haben sollen, hat das Institut von den Behörden ein Wachstumsverbot verpasst bekommen. Wells Fargo darf seine Bilanzsumme nicht über das Niveau von Ende 2017 ausweiten, bis der Richtlinienverstoß vollständig aufgearbeitet ist. (fp)