Die V-Bank bietet unabhängigen Vermögensverwaltern ab 2019 das technische Rüstzeug für einen eigenen Robo-Berater. In Kooperation mit dem Bereich Equity Markets & Commodities (EMC) der Commerzbank erhalten Geschäftspartner der auf die Betreuung von Finanzportfolioverwaltern spezialisierten V-Bank entweder einen "Baukasten" oder ein Gesamtpaket für einen Robo: "Von der automatischen Erstellung und Verwaltung eines standardisierten Musterportfolios über die Online-Depoteröffnung bis hin zur Vermarktung und Neukundengewinnung im Web", schreibt das Münchener Institut. 

Hinter der neuen White-Label-Lösung stehen drei Ziele. "Viele Vermögensverwaltungen haben Bestandskunden in der persönlichen Betreuung, die aufgrund der mangelnden Größe dort nicht zeit- und kosteneffizient betreut werden können", sagt Florian Grenzebach, Leiter Vertrieb und Kundenbetreuung der V-Bank. Diese könnten nun in Strategieportfolios des Unternehmens überführt werden. Als Ziele zwei und drei nennt die Bank den Ausbau des Kundenstamms etwa mit den Enkeln von Bestandskunden, und natürlich die Gewinnung neuer Kunden im Netz.


Lesen Sie zu dem Thema auch den Artikel "Roboter im Selbstbausatz" in der Ausgabe 2/2017 von FONDS professionell; angemeldete FONDS professionell KLUB-Mitglieder finden den Beitrag auch hier im E-Magazin).


Allokation in eigene Fonds möglich 
Der technische Kern der neuen Dienstleistung ist ein Portfoliomanagementsystem, das digital immer wieder konkrete Vorschläge zur Anpassung des Strategieportfolios gibt. Die eigentliche Anlageentscheidung werde jedoch vom Vermögensverwalter selbst getroffen und per Knopfdruck ausgeführt. Darüber hinaus sei es so ausgelegt, dass es für alle anderen Mandanten der Gesellschaft ebenfalls genutzt werden  und bisherige unter Umständen teurere Systeme ablösen kann. 

Teil des kompletten Dienstleistungspaketes ist eine nach den Layoutvorgaben des Vermögensverwalters gestaltete Internetseite. Der Vermögensverwalter könne bestehende Mandanten oder Interessenten im Web direkt auf seine Online-Vermögensverwaltung aufmerksam machen und entsprechende Abschlüsse erzielen. Die neu gewonnenen Mandanten melden sich anschließend über dessen Internetseite an, um ihre Strategieportfolios zu beobachten oder alle Kundenbelege und -berichte einzusehen. 

Ferner sei interessant, dass für die Umsetzung ein breites Spektrum an Wertpapiergattungen zur Auswahl stehe, das neben ETFs ausgewählte Aktien, aktive Investmentfonds sowie strukturierte Produkte umfasst. Die Vermögensverwalter können ebenso ihre eigenen Investmentfonds bis zu einem bestimmten Anteil einbringen. (jb)