Die Insolvenzanmeldung für die Valerum Invest AG hat in der Branche für große Aufregung gesorgt. Nach Informationen von FONDS professionell hat der Antragsteller den Insolvenzantrag zurückgezogen. Dabei handelt es sich nicht um den Unternehmensvorstand Sven Herbst, sondern um eine Krankenkasse. Sie hatte dem Vernehmen nach Insolvenz für Valerum angemeldet, nachdem Beitragszahlungen nicht erfolgten und die Forderungen nicht eingetrieben werden konnten. Die ausstehenden Zahlungen wurden inzwischen aber offenbar geleistet.

In den Insolvenzbekanntmachungen ist die Rücknahme des vorläufigen Insolvenzverfahrens noch nicht vermerkt (AZ 36v IN 6699/16, AG Berlin). Herbst betont in einer schriftlichen Stellungnahme, dass Valerum nicht insolvent sei und das Insolvenzverfahren, "so unsere Überzeugung“, eingestellt werde. "Des Weiteren versichern wie allen unseren Kunden und Geschäftspartnern, dass sämtliche von uns vertriebenen Projekte, Wohnimmobilien und Selfstorage-Parks zu keinen Zeitpunkt  gefährdet waren beziehungsweise sind“, heißt es in dem Valerum-Statement.

Die Insolvenzmeldung hat in der Crowdinvesting-Szene einigen Staub aufgewirbelt. Die Plattformen, über die Projektentwickler Investorenkapital akquiriert hatten, und die finanzierten Projekte, die von Valerum begleitet werden, sind von dem Insolvenzthema augenscheinlich nicht betroffen. Die Anleger haben ihre Darlehen nicht an Valerum, sondern an die Projektentwickler ausgereicht. (ae)