Geld verdienen, ohne zu arbeiten. Das verspricht ein vermeintlicher Finanzdienstleister aus den USA. Das Unternehmen preist sich an, die Finanzindustrie zu revolutionieren. Millionen Verbraucher sollen so bereits "finanziell gestärkt" worden sein. Wer ebenfalls dazu gehören möchte, muss nichts weiter tun, als monatlich 195 US-Dollar ans Unternehmen zu überweisen. Im Gegenzug verspricht der Finanzdienstleister Tipps für die eigenen Finanzen.

Angebote wie diese sind längst keine Seltenheit mehr. "Wir sehen einen Trend, Produkte des Grauen Kapitalmarkts über Social-Media-Kanäle zu bewerben und zu vertreiben", zitiert die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) Wolf Brandes von der Verbraucherzentrale Hessen. Viele dieser Angebote kämen von unseriösen Anbietern, warnt der Verbraucherschützer. Meist verberge sich dahinter ein Schneeballsystem. "Wer darauf hereinfällt, verliert oft sein ganzes Investment."

Vorsicht vor falschen Versprechungen
In den vergangenen Wochen sind bei den Verbraucherschützern Beschwerden über mehr als 40 Anbieter eingegangen. Die Angebote erreichen die Opfer vor allem über Facebook oder Instagram. Unseriöse Anbieter erkenne man laut WAZ an drei Merkmalen. Erstens: Sie üben großen Druck auf die Angeschriebenen aus, dass sie sich schnell entscheiden und investieren müssen. Zweitens: Die Renditeversprechen liegen weit über dem allgemeinen Marktniveau. Und drittens: Die Anbieter werben mit hoher Sicherheit, die es aber in der Realität nicht gibt.
 
Wer glaubt, Opfer eines Betrügers geworden zu sein, sollte den Fall bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft anzeigen, rät die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) laut WAZ. Das Geld ist zwar in der Regel verloren. Doch Verbraucherschützer und die Finanzaufsicht könnten dem Fall nachgehen und so verhindern, dass noch mehr Menschen einem Betrug zum Opfer fallen. (fp)