Die Verbraucherzentrale Bremen warnt davor, dass beim Geldabheben an Geldautomaten der Firma Cardpoint unerwartete Gebühren fällig werden können. Die Automaten tragen neben dem eigenen Logo "Cashzone" auch das Zeichen der Postbank, berichtet der "Tagesspiegel". Die Postbank gehört zusammen mit Commerzbank, Deutscher Bank und der Hypovereinsbank sowie deren Tochterunternehmen dem Bankenverband Cash Group an. Wer bei einem der angeschlossenen Institute Kunde ist, kann eigentlich die Automaten der anderen Gruppenmitglieder kostenfrei mitnutzen – bundesweit immerhin rund 9.000. Bei Cardpoint-Automaten ist das aber nicht der Fall.

Die Postbank kooperiert als einziges Mitglied der Cash Group mit Cardpoint, sodass nur ihre Kunden an immerhin 1.000 von insgesamt 1.300 Automaten der Firma in Deutschland gebührenfrei Geld abheben können. Die Automaten stehen an Orten mit lebhaftem Publikumsverkehr wie U-Bahnhöfen und Tankstellen. Nutzen Kunden von Commerzbank, Deutscher Bank oder Hypovereinsbank die Cardpoint-Automaten, müssen sie dagegen Gebühren zahlen.

Gebühren-Hinweis sorgt für Verwirrung
Zusätzlich verwirrend für viele Nutzer ist offenbar ein Hinweis beim Geldabheben, dass Nutzer keine Gebühren an ihre Bank zahlen müssen. Das ist auch richtig. Aber: Nicht-Postbank-Kunden zahlen stattdessen eine saftige Gebühr an Cardpoint in Höhe von 5,49 Euro. Diese Information taucht allerdingts erst weit am Ende des Abhebevorgangs auf, nachdem man bereits die PIN eingegeben hat. Sie kann deshalb leicht übersehen werden, kritisieren Verbraucherschützer. Cardpoint und die Postbank halten den Hinweis auf die Nutzungsgebühren dagegen für ausreichend. (fp)