Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und die ING haben sich auf einen Tarifabschluss für die rund 4.000 Beschäftigten der Direktbank in Deutschland geeinigt. Dieser sieht einer Pressemitteilung zufolge als sogenannter "Zukunftstarifvertrag" erstmalig ein individuelles jährliches Weiterbildungsbudget in Höhe von 500 Euro pro Mitarbeiter vor, welches auch über mehrere Jahre angespart werden kann. 

Der Abschluss, der eine Erweiterung und Erneuerung des 2017 abgeschlossenen Zukunftstarifvertrages ist, beinhaltet ferner weitere Vereinbarungen zur Weiterbildung, eine Ausweitung des Anspruchs auf Freistellungsphasen sowie Kinderbetreuungs- und Pflegekostenzuschüsse. Darüber hinaus wurden tarifliche Sonderzahlungen vereinbart. Dazu zählt eine verbindliche "Nikolaus-Prämie" in Höhe von 2.250 Euro pro Kalenderjahr sowie eine zusätzliche Sonderzahlung in Höhe von Dreiviertel eines Monatsgehaltes.

Jan Duscheck, Verdi-Verhandlungsführer, weist darauf hin, dass das tariflich vereinbarte Weiterbildungsbudget in dieser Form ein Alleinstellungsmerkmal in der Branche sei. "Wir würden uns wünschen, dass das in anderen Häusern Schule macht. Es tut sich auch in der gesamten Branche etwas in dieser Richtung, aber nicht in dem Tempo und in der Qualität." Die Tarifpartner hätten damit deutlich gemacht, dass ein tragfähiges Geschäftsmodell und gute innovative Arbeitsbedingungen kein Widerspruch sein müssen. (jb)