Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi plant für den kommenden Mittwoch (10. November) einen bundesweiten Warnstreik bei der Commerzbank, an dem alle Mitarbeiter teilnehmen sollen. Der Ausstand soll um Mitternacht beginnen und ganze 24 Stunden dauern. Verdi möchte die Bank damit für 24 Stunden "lahmlegen", wie das "Handelsblatt" schreibt. Zuerst hatte die "Wirtschaftswoche" darüber berichtet. Die Commerzbank selbst wollte sich den Berichten zufolge nicht zu dem Aufruf äußern.

Der Streik ist Teil des andauernden Tarifkonflikts zwischen Verdi und dem Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV). Verdi fordert für die 140.000 Beschäftigten in privaten Banken unter anderem 4,5 Prozent mehr Gehalt und einen Anspruch auf bis zu 60 Prozent mobiler Arbeit. Die Arbeitgeber bieten aber nur eine Erhöhung der Tarifgehälter um insgesamt 3,2 Prozent in drei Stufen bei einer Laufzeit von 36 Monaten. 

Frühere Warnstreiks
Den letzten Verhandlungstermin am 13. Oktober hatte die Gewerkschaft platzen lassen. Verdi-Verhandlungsführer Jan Duschek hatte damals bereits Warnstreiks angekündigt und den AGV kritisiert, dass die Arbeitgeber ihr bisherigen Angebote nicht nachbessern wollten. Mitte Oktober und im September hatte es auch bereits einzelne Warnstreiks und Demonstrationen von Bank-Beschäftigten gegeben, unter anderem in Berlin, Hannover, Bremen und Frankfurt. In der Stadt am Main waren auch Mitarbeiter der Commerzbank-Zentrale zum Warnstreik aufgerufen worden, so das Handelsblatt. (jb)