Vermögensverwalter-Studie: Die demografische Uhr tickt
Gerade kleinere Vermögensverwalter stellt die eigene Nachfolge oft vor große Herausforderungen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Vermögensverwaltung.
Die eigene Unternehmensnachfolge stellt gerade für kleine Vermögensverwalter eine große Herausforderung dar. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für Vermögensverwaltung an der TH Aschaffenburg, die 126 unabhängige Vermögensverwalter umfasst.
Größte unternehmerische Herausforderung
Insgesamt planen demnach rund 28,5 Prozent aller Vermögensverwaltungen für das kommende Geschäftsjahr Veränderungen in der Gesellschafterstruktur. Als Grund wurde am häufigsten der Übertrag von Anteilen genannt, auf den weiteren Plätzen folgen die Beteiligung von Mitarbeitern und die Neuaufnahme von Gesellschaftern.
Gleichzeitig gaben allerdings rund 28,2 Prozent der befragten Vermögensverwaltungen an, dass die Unternehmensnachfolge die größte unternehmerische Herausforderung der nächsten Jahre für sie ist. Besonders oft gaben dies kleinere Vermögensverwalter an mit einem betreuten Vermögen von weniger als 50 Millionen Euro (33 Prozent der Nennungen) und zwischen 50 und 150 Millionen Euro (37 Prozent der Nennungen).
Nachfolgeregelung tritt stärker in den Fokus
Mit einem durchschnittlichen Geburtsjahr von 1967 sind die Geschäftsführer in der Branche im Schnitt 58 Jahre alt – einen Nachfolger zu finden, sei entsprechend altersbedingt bei vielen Vermögensverwaltungen ein drängendes Thema, heißt es in der Studie. Die Demografie macht jedoch nicht bei den Geschäftsführern halt. So sind, laut der aktuellen Befragung, rund 36 Prozent der Mitarbeitenden zwischen 50 und 60 Jahre alt, rund 18 Prozent sind sogar über 60 Jahre alt.
Hartwig Webersinke, Leiter des Instituts für Vermögensverwaltung, sagt: "Es ist noch nicht abzusehen, ob kleinere Vermögensverwaltungen am Ende wirklich häufiger von diesen Konsolidierungen und unternehmerischen Umbrüchen betroffen sein werden. Denn gerade bei sehr großen Vermögensverwaltungen konnten wir in den letzten Jahren einige sehr interessante Konsolidierungen beobachten." (jh)















