Deutschlands Versicherer gehören definitiv nicht zu den "hippen" Arbeitgebern, die junge Menschen anziehen. Das unterstreichen nicht nur immer wieder Umfragen zur Beliebtheit der Assekuranz. Auch Erhebungen über das Alter der Versicherungsmitarbeiter stützen die These. So zum Beispiel die Broschüre "Sozialstatische Daten 2017 Versicherungswirtschaft" des Arbeitgeberverbandes der Versicherungs-Unternehmen in Deutschland (AGV).

Dieser ist zu entnehmen, dass das Durchschnittsalter der angestellten Mitarbeiter bei stolzen 43,5 Jahren liegt. Männer sind mit 44,2 Jahre übrigens mehr als ein Jahr älter als ihre Kolleginnen (42,9 Jahre). Angesichts des hohen durchschnittlichen Alters verwundert es auch nicht, dass die Gruppe der 51- bis 55-jährigen Männer und Frauen mit 17,3 Prozent die stärkste ist – gefolgt von den 46- bis 50-Jährigen mit 17 Prozent.

Wenige Teens und Twens
Vor zehn Jahren sah die Sache noch anders aus: Damals betrug das Durchschnittsalter 41 Jahre. Männer waren im Schnitt über zwei Jahre jünger (42 Jahre), Frauen noch keine 40 Jahre alt (39,9 Jahre). Die Branche kämpft mit einem Nachwuchsproblem, was sich auch ganz klar daran zeigt, dass die Gruppe der "Teens" sowie die der "Twens" bis Mitte 25 zusammen gerade einmal 9,3 Prozent der Mitarbeiter stellen.

Die ältesten Beschäftigten sind dabei im Außendienst zu finden: Hier liegt das durchschnittliche Alter bei 44,4 Jahren. Männer sind im Schnitt 45,1 Jahre alt, Frauen, 42,1. Auch hier ist die Gruppe der Mitarbeiter zwischen Anfang und Mitte 50 mit 17,7 Prozent am größten, was Analysen der Altersstrukur von Maklern spiegeln. Der hohe Anteil von männlichen Außendienstlern der Kategorie Ü50 zeigt sich klar in Grafikik unten. (jb)

Die "Alterspyramide" bei den Männern steht auf dem Kopf