Die auf Honorarberatung spezialisierte Quirin Bank hat das Geschäftsjahr 2017 nach eigenen Angaben erfolgreich abgeschlossen. Die Nettomittelzuflüsse beliefen sich auf 267 Millionen Euro – ein Plus von 173 Prozent im Vergleich zu 2016. Hierzu hat auch Quirion seinen Teil beigetragen: Das verwaltete Vermögen des hauseigenen Robos verdoppelte sich auf 102 Millionen Euro bei nun 2.500 Kunden. Allerdings schlüsselt die Bank nicht exakt auf, wie viel des Wachstums auf Mittelzuflüsse und wie viel auf Performance beruht.

Insgesamt stieg das verwaltete Vermögen auf 3,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 2,9 Mrd. Euro). In dem Zuge konnte die Bank den Gebührenüberschuss im Privatkundengeschäft im Vergleich zum Vorjahr um zehn Prozent steigern. Zudem hat die Bank nach eigenen Angaben auch Angebote in den Bereichen Altersvorsorge und Immobilienberatung geschaffen, was ebenfalls zu diesem Resultat beitrug.

Quirion wird Mitte des Jahres eigenständige Tochter
Das Geschäftsergebnis nach Steuern wiederum lag bei 3,1 Millionen Euro und damit 0,1 Millionen Euro unter dem Resultat von 2016. Die Quirin Bank betont in ihrer Pressemitteilung aber, dass dies "deutlich über dem geplanten Ergebniskorridor" liege. Zudem hat sie erneut schwarze Zahlen geschrieben. Die Berliner hatten 2017 laut früheren Meldungen Geld für eine strategische Neuausrichtung in die Hand genommen.

"Das Geschäftsergebnis 2017 ist ein wichtiger Meilenstein in der Erfüllung unserer mittelfristigen Ziele in den folgenden Geschäftsjahren", erklärt Karl Matthäus Schmidt, Vorstandsvorsitzender der Quirin Privatbank. Er erwartet weiteres qualitatives Wachstum, das mit Umsetzung der Honorarberatung erreicht werden soll. Er kündigte ferner an, dass die 2017 beschlossene Ausgründung von Quirion als Tochtergesellschaft der Quirin Privatbank voraussichtlich bis Mitte 2018 umgesetzt sein werde. 

Das bilanzielle Eigenkapital hat sich auf 50 Millionen Euro erhöht und bilde die Grundlage für eine aufsichtsrechtliche Gesamtkapitalquote von 21,6 Prozent (Vorjahr 22,4 %). Die Eigenkapitalrendite vor Steuern beträgt für die Gesamtbank 7,8 Prozent. Die Bilanzsumme beträgt zum Berichtsstichtag 506 Millionen Euro (Vorjahr 514 Mio. Euro) (jb)