Die Volksbank Oberberg hat die Fusionsgespräche mit der VR-Bank Rhein-Sieg abgebrochen. "Ursache sollen unterschiedliche Auffassungen über die Art und Weise der ab Herbst 2020 geplanten gemeinsamen Arbeit gewesen sein", berichtet die "Kölnische Rundschau". Ingo Stockhausen, der Vorstandschef der Volksbank Oberberg, wollte offensichtlich an dezentralen Strukturen festhalten, während die VR-Bank Rhein-Sieg keine Entscheidungsbefugnisse an die Filialen auslagern wollte.

Die beiden Institute hatten seit Mitte 2018 über eine Fusion gesprochen. In Kombination sollte im kommenden Jahr eine Volksbank mit rund sechs Milliarden Euro Bilanzsumme, etwa 900 Angestellten und knapp 60 Filialen entstehen.

Nicht jede geplante Fusion wird vollzogen
Das Scheitern der Gespräche zeigt, dass die Fusionswelle im Lager der Genossenschaftsbanken zwar weiter rollt, aber nicht jeder geplante Zusammenschluss auch vollzogen wird. Erst im November 2018 war die Fusion der beiden im Landkreis Offenbach beheimateten Volksbanken Dreieich und Seligenstadt abgesagt worden (FONDS professionell ONLINE berichtete). (bm)