Die Volksbanken Rhein-Ruhr und Ruhr Mitte schließen sich nicht wie geplant zusammen. In einer Mitteilung, aus der das Nachrichtenportal "RP Online" zitiert, heißt es: Im Verlauf der Projektarbeit sei den Beteiligten zunehmend deutlich geworden, dass es deutliche kulturelle Unterschiede gebe. Vorstand und Aufsichtsrat der Volksbank Ruhr Mitte hätten daraufhin Anfang dieser Woche beschlossen, die Fusionsgespräche nicht weiterzuführen.

Trotz intensiver Suche nach Lösungen werde in der derzeitigen Konstellation keine Perspektive für eine zukunftsträchtige Zusammenarbeit gesehen, heißt es. Der Vorstandssprecher der Volksbank Rhein-Ruhr, Thomas Diederichs, zeigte sich gegenüber RP Online enttäuscht. Die Absage der Fusion sei "auf jeden Fall sehr schade", sagte er der Zeitung. "Es hätte sehr gut gepasst". 

Schwieriges Marktumfeld
Auch Peter Bottermann, Vorstandssprecher der Volksbank Ruhr Mitte, bekundet sein Bedauern. "Es ist schade. Gerade mit Blick auf die absehbaren Herausforderungen in der Zukunft, ließen sich viele Aufgaben gemeinsam meist besser lösen", zitiert ihn das Portal. Beide Häuser betonten aber, auch ohne Zusammenschluss in der Lage zu sein, die Zukunft zu meistern. Bei einer Fusion wäre eine Genossenschaftsbank mit mehr als 80.000 Mitgliedern, rund 700 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von rund vier Milliarden Euro entstanden. (fp)